27. April 2017

Sto-Jahresabschluss 2016: Schwieriges Fassadengeschäft

Die Sto SE & Co. KGaA, bewegte sich im Geschäftsjahr 2016 erneut in einem sehr herausfordernden Umfeld. Neben mehreren ausländischen Absatzregionen entwickelte sich insbesondere der deutsche Markt für Wärmdämm-Verbundsysteme (WDVS) deutlich schwächer als angenommen.

In Deutschland stieg der Konzernumsatz durch die erstmals in den Sto-Konzernabschluss einbezogene Ströher-Gruppe um 2,5 % auf 548,7 Mio. EUR (Vorjahr: 535,4 Mio. EUR). Organisch (ohne die Ströher-Gruppe) verringerte sich das Inlandsvolumen aufgrund der anhaltend schwierigen Marktsituation im Kerngeschäft Fassadensysteme um 1,2 % gegenüber dem Vorjahr. Durch die anhaltende Verunsicherung insbesondere der privaten Bauherren, die von der widersprüchlichen und teilweise sehr zugespitzten Medienberichterstattung und der daraus resultierenden kontroversen Diskussion über den Einsatz von Wärmedämm-Verbundsystemen ausgelöst wurde, ging das Marktvolumen in diesem Segment 2016 zum fünften Mal in Folge zurück. Obwohl ein umfangreiches Maßnahmenpaket initiiert wurde, um dem entgegenzuwirken und die Bedenken bei den Nutzern mit objektiven Argumenten auszuräumen, war die Sto SE & Co. KGaA als marktführendes Unternehmen von den Absatzrückgängen besonders betroffen. Zudem stagnierte das für Sto sehr wichtige Segment Renovierung im inländischen Baumarkt.

Im Ausland verzeichnete der Sto-Konzern 2016 durch die zum 1. Juli 2016 erstmals in den Sto-Konzernabschluss einbezogene Hesselberg-Gruppe ein marginales Plus von 0,1 % auf 682,0 Mio. EUR (Vorjahr: 681,2 Mio. EUR), wobei erhebliche Einbußen unter anderem in China, der Schweiz und Italien verkraftet werden mussten.

Am Jahresende 2016 beschäftigte der Sto-Konzern weltweit 5.251 Mitarbeiter gegenüber 5.032 am 31. Dezember 2015 (+4,4 %). Ohne die Erstkonsolidierungen hätte sich gruppenweit ein Rückgang um 1,7 % ergeben. Im Inland lag die Zahl der Beschäftigten inklusive der 275 neu hinzugekommenen Ströher-Mitarbeiter bei 2.895 (Vorjahr 2.652) Personen, im Ausland verringerte sich die Zahl trotz der erstmaligen Einbeziehung der 30 Hesselberg Bygg-Mitarbeiter leicht von 2.380 auf 2.356 Arbeitnehmer. Der Auslandsanteil an der Konzernbelegschaft reduzierte sich im Stichtagsvergleich von 47,3 % auf 44,9 %.

Ausblick 2017

Der Start in die laufende Berichtsperiode verlief im ersten Quartal 2017 unter Berücksichtigung der Witterung positiv. Der Konzernumsatz lag in den ersten drei Monaten des Jahres über dem Vorjahresniveau.

Für das Gesamtjahr 2017 erwartet Sto beim Konzernumsatz einen Zuwachs von 3 % auf rund 1.268 Mio. EUR. Das operative Konzernergebnis der betrieblichen Tätigkeit EBIT wird aus heutiger Sicht ebenfalls steigen und innerhalb der Bandbreite von 80 Mio. EUR bis 90 Mio. EUR liegen.

Der Geschäftsbericht 2016 steht auf www.sto.de unter der Rubrik „Unternehmen“ im Bereich „Investor Relations“ zum Download zur Verfügung.