23. Juni 2017

Bau: Aufschwung geht weiter

Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in der neuesten Ausgabe seines Aktuellen Zahlenbildes mitteilt, legte der baugewerbliche Umsatz im April im Vergleich zum Vorjahresmonat zwar nur um nominal 3,3 % zu, nach 18,2 % im Vormonat zu. Die Verlangsamung ist allerdings nicht Ausdruck einer sich eintrübenden Baukonjunktur, sondern lässt sich vollständig auf den Effekt einer geringeren Anzahl von Arbeitstagen zurückführen - im April standen drei Arbeitstage weniger zur Verfügung als im vergleichbaren Vorjahresmonat.

Aufgrund des ausgesprochen guten ersten Quartals lagen die Umsätze in den ersten vier Monaten um 8,9 % über dem Niveau des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. Entsprechend zufrieden zeigten sich die Bauunternehmen: 90 % der im Rahmen des ifo Konjunkturtests Befragten beurteilten ihre aktuelle Geschäftslage als gut bzw. befriedigend - so viele wie noch nie im April. Die Zahlen beziehen sich nur auf Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten.

Auch der Auftragseingang trotzte dem statistischen Effekt: Die Bauunternehmen meldeten ein Orderplus von nominal 2,7 %, für Januar bis April ergibt sich ein Plus von 7,8 %. Die gute Entwicklung spiegelt sich auch in dem vom Statistischen Bundesamt berechneten (preis-, saison- und arbeitstäglich) bereinigten Auftragseingang wider: Er lag im April um 0,9 % über dem Vormonat. Es verwundert somit nicht, dass die Branche bei der Reichweite der Bestände immer neue Rekorde meldet: Im April lag die Reichweite laut ifo bei 3,8, im Mai sogar bei 3,9 Monaten (Vorjahr: 3,2 bzw. 3,4 Monate).

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes.