30. Juni 2017

Dämmung ist für Umwelt- und Klimaschutz unentbehrlich


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Im Zusammenhang mit dem Hochhausbrand in und der vorsorglichen Evakuierung eines Hochhauses in Wuppertal wurde in öffentlicher Diskussion pauschal harte Kritik an „der Fassadendämmung“ geübt. Dem tritt eine Initiative der Dämm- und Mörtelbranche mit einem Statement entgegen. Betont wird dabei die Bedeutung der Dämmung für den Umwelt- und Klimaschutz.

Der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM), der Industrieverband Hartschaum (IVH) und Qualitätsgedämmt e.V. formulierten ein gemeinsames Statement zu London und Wuppertal unter dem Titel „Dämmung der Gebäudehülle für Umwelt- und Klimaschutz unentbehrlich“. Darin wird davor gewarnt, Nutzen und Bedeutung der Wärmedämmung von Gebäuden insgesamt infrage zu stellen.

In dem Papier werden auch die Informationen zum evakuierten Hochhaus in Wuppertal zusammengetragen. Die Fassadenverkleidung bestehe nach Auskunft des Wuppertaler Baudezernenten aus brennbaren Kunststoffplatten, die auf eine Holzunterkonstruktion montiert sind. Im Zwischenraum zwischen der Verkleidung und der tragenden Wand aus Beton befindet sich ein holzwolleartiges Material, das ebenfalls brennbar sein soll. Nach ersten Erkenntnissen war auch im Londoner Grenfell-Tower ein System mit vorgehängten Platten, allerdings nicht aus Kunststoff, sondern aus entzündlichem Aluminiumverbundmaterial, verbaut worden.

Festgestellt wird, dass – trotz der Weiterentwicklung der Brandschutzvorschriften in den letzten Jahren – die Immobilienbesitzer und Mieter aufgrund der aktuellen Berichterstattung

Verunsichert sind. Dies betreffe vor allem bei Bestandsimmobilien, für die die aktuellen Sicherheitsstandards noch nicht galten.

In Aussicht gestellt wird, dass die Verbände der Hersteller eine Dokumentation zur Verfügung stellen, um Immobilienbesitzern die jeweilige Bestandsaufnahme zu erleichtern. Hier das Statement als PDF-Download (205 KB).