30. Juni 2017

Umfrage: Weniger Fehler mit BIM

Die Fehlerkosten am deutschen Bau sind hoch. Auch in Zukunft erwarten die Branchenakteure keine Trendwende. Hoffnung schöpft die Branche jetzt jedoch durch das Bauen 4.0. Das ergab eine Umfrage unter Architekten. Insbesondere die Planungs- und Baumethode Building Information Modeling (BIM) habe das Potenzial, Fehlerkosten deutlich zu reduzieren.

In der aktuellen Telefonerhebung Bauinfo-Consult, wurden unter anderem 141 Architekten darum gebeten zu dieser zugespitzten Aussage Stellung zu beziehen: „Ich halte Building Information Modeling (BIM) für ein effektives Mittel, um die Fehlerkosten am deutschen Bau zu senken.“ Mehr als vier von fünf Befragten (84 Prozent) stimmte überwiegend oder vollständig zu.

Das Urteil der Architekten ist dabei ziemlich eindeutig: Deutlich mehr als jeder Dritte (42 Prozent) bejahte die Aussage voll und ganz. Auf Widerspruch stieß die Sicht auf BIM als wirksames Fehlerkosten-Antidot nur bei wenigen Architekten (7 Prozent). Überdies fühlte sich nur jeder zehnte Planer nicht in der Lage sich auf eine Aussage festzulegen – und das, obwohl konkrete Erfahrungen mit BIM-Projekten in Deutschland immer noch dünn gesät sind.

Dennoch ist die Zuversicht der Architekten nicht unbegründet: Die Erfahrungen in Skandinavien oder den Benelux-Staaten mit digital vernetzter Projektsteuerung am Bau sind positiv – auch von weniger Fehlerkosten als in konventionellen Bauprojekten ist dabei die Rede.