19. Juli 2017

Badisches Stuckateurhandwerk: positive Geschäftsentwicklung

17-07-18_Baden_Vorstand_480 Ausbau und Fassade - Badisches Stuckateurhandwerk: positive Geschäftsentwicklung
Bei der Mitgliederversammlung des Fachverbandes Ausbau und Fassade Baden (v.l.): stellvertretender Vorsitzender Klaus Schwarzwälder, Hauptgeschäftsführerin Cornelia Rupp-Hafner und Vorsitzender Michael Bleich. Foto: Fachverband

Die Geschäftslage im badischen Stuckateurhandwerk hat sich in den vergangenen Monaten positiv entwickelt. „Am günstigsten stellt sich die Lage in den Bereichen Altbausanierung/Modernisierung sowie Ein- und Zweifamilienhausbau dar", erklärte Vorsitzender Michael Bleich anlässlich der Mitgliederversammlung des Verbandes am 14. Juli 2017 in Freiburg.

Wie eine Erhebung des Fachverbandes Ausbau und Fassade Baden unter seinen Mitgliedsbetrieben im Juni 2017 ergab, wird die Auftragslage in allen Sparten ganz überwiegend als gut bis zufriedenstellend bewertet. Besorgniserregend ist, dass 80 Prozent der Betriebe über Fachkräftemangel klagen.
Angesichts der seit Jahren viel zu niedrigen Fertigstellungszahlen im Wohnungsbau fordert der Fachverband Ausbau und Fassade Baden die Schaffung von Investitionsanreizen. „Eine Erhöhung der Abschreibungssätze im Mietwohnungsbau ist unabdingbar", betonte Bleich. Die Weiterentwicklung der Energieeinsparverordnung muss mit Augenmaß erfolgen.

Im Bereich der energetischen Sanierung bleiben die Investitionen hinter dem Bedarf zurück. Vor diesem Hintergrund setzt sich der Fachverband für die steuerliche Förderung von Sanierungsmaßnahmen ein.

Wettbewerb mit unqualifizierten Ein-Mann-Betrieben

Sorge bereitet den Mitgliedsunternehmen nach wie vor die Tätigkeit zahlreicher unqualifizierter Ein-Mann-Betriebe auf regionalen Baustellen. Oft handelt es sich bei dieser Billigkonkurrenz um Arbeitskräfte aus osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten, die im Rahmen von Werkverträgen zum Einsatz kommen. Der Verband fordert die Hauptzollämter auf, konsequent gegen unzulässige Handwerksausübung vorzugehen.

Nachwuchssicherung

Ein zentrales Thema für das Stuckateurhandwerk bildet die Nachwuchssicherung. Angesichts des demografischen Wandels setzt der Fachverband gemeinsam mit Kollegenverbänden in Baden-Württemberg vielfältige Aktivitäten des Nachwuchsmarketings um. Unter anderem werden jährlich im Rahmen des Infotags Bauausbildung Schulklassen und Lehrer in die Bau-Ausbildungszentren eingeladen. Ziel ist es, über die Karrierechancen am Bau zu informieren und Interesse an der Ausbildung in einem Bauberuf zu wecken. Zusätzlich besucht im Zuge der groß angelegten Kampagne „Bau — Dein Ding" der speziell für die Nachwuchswerbung ausgerüstete „BauBus" Schulen und Berufsmessen — das mit vielen berufspraktischen Aufgaben und Multimedia-Elementen ausgestattete Fahrzeug findet bei Schülern und Lehrern eine sehr positive Resonanz. Informationen sind unter www.bau-dein-ding.de abrufbar.