25. September 2017

Digitalisierung verändert die Baubranche

Einer neuen Roland Berger-Studie zufolge werden sich durch die Digitalisierung der Baubranche starke Veränderungen ergeben. Alle Marktteilnehmer werden gezwungen, ihre Geschäftsmodelle zu revidieren.

Nach Angaben der Unternehmensberatung könnte sich Folgendes ändern:

  • durch BIM können zum Beispiel Architekten und Planer direkt über Dienstleister und Materialien entscheiden,
  • Bauprojekte werden mit niedrigen Margen noch stärker unter Druck stehen; lukrative Nachträge für Bauunternehmen würden wegfallen,
  • Generalunternehmer und Baustoffhändler werden deutlich an Einfluss verlieren, da die Material- und Produktentscheidung im Bauprozess immer weiter nach vorne verlagert wird.

Kai-Stefan Schober, Partner von Roland Berger, dazu: "All das bedeutet, dass sich die Geschäftsverhältnisse innerhalb der Bauindustrie verändern: Designer und Planer werden direkt mit Baustoffherstellern in Kontakt treten." Er empfiehlt den Händlern, ihre Geschäftsmodelle zu überdenken und sich zum Beispiel als Anbieter modularer Baukästen für ganzheitliche Baustofflösungen auf dem Markt zu etablieren.

Roland Berger rät, dass die Firmen beim digitalen Wandel ihre Belegschaft nicht vernachlässigen. Sie sollten ihre Mitarbeiter auf neue digitale Prozesse und Technologien vorbereiten. Denn beim BIM gehe es nicht nur um den Einsatz von digitalen Werkzeugen, sondern um eine digitale Unternehmenstransformation.

Für die Studie "Turning point for the construction industry - The disruptive impact of Building Information Modeling (BIM)" wurden Experten aus der europäischen Bauindustrie befragt. Download (nur in English) unter: www.rolandberger.de/pressemitteilungen

Quelle: Roland Berger/pd