05. Oktober 2017

Fehlerkosten am Bau bleiben hoch

Der Fehlerkostenanteil am deutschen Bau liegt im Schnitt bei rund 12,5 Prozent des gesamten Branchenumsatzes. Dies entspricht einer Gesamtsumme von 13,4 Milliarden Euro – bezogen auf den statistisch erfassten baugewerblichen Gesamtumsatz im Jahr 2016. Dies ermittelte das  Marktforschungsunternehmen Bauinfo-Consult und stellt fest, dass eine Reduktion der Fehlerkosten ist nicht zu erkennen ist.

Seit über einem Jahrzehnt analysieren die Düsseldorfer Marktforscher alljährlich die am heimischen Bau auftretenden Fehlerkosten. Nach Ansicht der befragten Planer und Unternehmer liegt der durchschnittliche Fehlerkostenanteil gemessen am Jahresbranchenumsatz bei 12,5 Prozent. Für das das Jahr 2016 war das bei einem statistisch erfassten baugewerblichen Umsatz von 107,3 Milliarden Euro ein Fehlerkostenabteil in Höhe von 13.4 Milliarden Euro bedeuten. Das ist nach Meinung der Marktforscher viel zu hoch für einen technisch so versierten Wirtschaftszweig wie die deutsche Baubranche.

Neben den Kosten spielt auch die Häufigkeit eine Rolle. So ist ein weiteres Ergebnis der Umfrage, dass die Befragten schätzen, dass in ihren eigenen Projekten aus dem Jahr 2016 im Schnitt etwa in 6,8 Prozent der durchgeführten Bauvorhaben Fehlerkosten entstanden sind.

Die Einführung von BIM könnte die Fehlerkosten senken. Allerdings scheint der große Rückgang in naher Zukunft noch nicht auf die Baubranche zu erwarten sein – zumindest wenn man der Umfrage Glauben schenkt: Weit über die Hälfte aller befragten Bauakteure ist der Meinung, dass sich die Fehlerkosten in den eigenen Projekten binnen der nächsten Jahre nicht großartig verändern werden. Allerdings prognostizieren 14 Prozent der Bauakteure, dass der Anteil der Fehlerkosten in den kommenden Jahren sinken wird.

Quelle: Bauinfo-Consult/pd