08. November 2017

Leichter Konjunkturdämpfer im September

17-11-08_Rike_pixelio.de Ausbau und Fassade - Leichter Konjunkturdämpfer im September
Das Arbeitsvolumen, die Beschäftigung und die Bruttolohnsumme sinken in der Bauwirtschaft. Foto: Rike/Pixelio.de

Die Auswertung der von den Unternehmen der Bauwirtschaft an Soka-Bau übermittelten Beitragsmeldungen hat ergeben, dass das effektive Arbeitsvolumen im September 2017 saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 1,2 Prozent gesunken ist.

Damit wurde der Anstieg aus dem Vormonat fast wieder ausgeglichen, im Vorjahresvergleich liegt das Arbeitsvolumen aber nach wie vor deutlich im Plus (+ 2,9 Prozent). Auch die Zahl der gewerblichen Arbeitnehmer (– 2,0 Prozent) sowie die Bruttolohnsumme (– 1,5 Prozent) gingen im Vormonatsvergleich zurück.

Die Frühindikatoren zeigten sich zuletzt uneinheitlich. So sind die (volumenmäßigen) Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im August den zweiten Monat in Folge gesunken (– 3,2 Prozent), in allen Bausparten war ein Rückgang zu verzeichnen. Die Baugenehmigungen im Hochbau stiegen dagegen im August deutlich (+8,2 Prozent), womit sich die mittelfristigen Perspektiven wieder verbessert haben.

Die konjunkturellen Rahmenbedingungen haben sich dabei wenig verändert. Die Zinssätze für neu zu vergebende Wohnungsbaukredite lagen im September auf dem Vormonatsniveau. Gleichzeitig stieg die Zahl der Erwerbstätigen im September (saisonbereinigt) weiter an, was die Einkommensperspektiven der privaten Haushalte und damit den privaten Wohnungsbau stützt. Derweil hat sich die sehr gute Stimmung der deutschen Unternehmen laut Umfragen noch weiter verbessert.

Im Verarbeitenden Gewerbe können Kapazitätserweiterungen angesichts des erneuten starken Anstiegs der Lieferzeiten nicht mehr lange aufgeschoben werden und werden damit auch zu einem weiteren Anstieg der Investitionen in Wirtschaftsbauten führen. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes und der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie erwarten für das Gesamtjahr einen Anstieg des Umsatzes im Bauhauptgewerbe um fünf beziehungsweise sechs Prozent.

Quelle: Soka-Bau