12. Januar 2018

Baubranche erkennt die Bedeutung der Digitalisierung

18-01-09_Digitalisierung_1 Ausbau und Fassade - Baubranche erkennt die Bedeutung der Digitalisierung

31 Prozent der kleinen und mittelständischen Bauunternehmen haben digitale Werkzeuge bereits fest in ihre Strategie verankert. 2016 waren es erst 19 Prozent. Das ist das aktuelle Ergebnis der repräsentativen Telekom-Studie „Digitalisierungsindex Mittelstand“. Demnach sei ein wichtiges digitales Ziel der Branche das mobile Arbeiten. Mitarbeiter sollen künftig auch von der Baustelle aus viele Büro-Tätigkeiten erledigen können. Unternehmen können auch einen Self-Check durchführen.

Die Studie entstand im Sommer 2017 in Zusammenarbeit zwischen der Telekom und Techconsult. Die Analysten befragten 2000 kleine und mittelständische Unternehmen. Das Ergebnis: Immer mehr Betriebe setzen auf neue Technologien. Der Index liegt im Baugewerbe bei 49 von 100 möglichen Punkten und ist damit um drei Punkte oder umgerechnet gut sechs Prozent besser als im Vorjahr. Insgesamt befindet sich das Baugewerbe in Sachen Digitalisierung im Branchenvergleich aber noch im unteren Drittel.

Digitale Werkzeuge

Im Vergleich zum letzten Jahr ist die Digitalisierung offenbar deutlich stärker in den Fokus der Bauindustrie gerückt: 31 Prozent der Befragten gaben an, digitale Werkzeuge bereits fest in ihre Strategie verankert zu haben. 2016 waren es nur 19 Prozent. Das zeigt: Die Betriebe erkennen zunehmend die Vorteile der Digitalisierung. Vor allem im Bereich „Kundenbeziehung“ setzt die Baubranche auf digital – wie etwa eine Webseite, über die Kunden Anfragen stellen oder mobile Anwendungen, mit denen Mitarbeiter schneller auf Anfragen reagieren können.
Laut Studie ebenfalls im Fokus der Digitalisierung: die Baudokumentation. Der Grund: Viele Mitarbeiter können auf Baustellen mit Hilfe mobiler Endgeräte effektiver arbeiten. 27 Prozent der befragten Unternehmen statten ihre Mitarbeiter deshalb mit Smartphones und Tablets aus. 39 Prozent planen, solche Geräte einzusetzen. Laut Digitalisierungsindex haben außerdem IT- und Informationssicherheit sowie Datenschutz mit 57 Punkten oberste Priorität. In Sachen Produktivität, Produkte, Services und Geschäftsmodelle hat die Baubranche noch Aufholbedarf.

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Digitaler Mehrwert

Die digitale Transformation habe sich für die Baubetriebe bereits ausgezahlt, so die Macher der Studie: 80 Prozent der Unternehmen gaben an, dass etwa eine eigene Webseite den Umsatz treibt. Cloud-Lösungen wiederum erhöhen die Effizienz: 75 Prozent der Unternehmen, die darauf setzen, konnten die Qualität ihrer internen Prozesse erhöhen. „Dies zeigt: Investitionen in digitale Lösungen rentieren sich. Sie tragen dazu bei, den Umsatz zu steigern, Kosten zu verringern und flexibler zusammen zu arbeiten“, sagt Thomas Spreitzer, verantwortlich für den Vertrieb im Bereich kleine und mittlere Unternehmen sowie den Partnervertrieb und das Marketing bei der Telekom Deutschland. „Doch auf der anderen Seite gibt es zahlreiche mittelständische Unternehmen, die nicht einmal über eine Internetpräsenz verfügen, geschweige denn in den sozialen Medien aktiv sind. Für sie ist es das Wichtigste, jetzt mit der Digitalisierung anzufangen.“ Ein weiterer Aufschwung in der digitalen Transformation ist in den kommenden Jahren zu erwarten. Grund dafür sind die Niedrigzinsen, die den Wohnungsbaumarkt und große öffentliche Infrastrukturprojekte ankurbeln.

Kostenloser Self-Check

Auf der Webseite sind alle Branchenteilberichte sowie die Gesamtstudie zu finden. Unternehmen können hier auch den Self-Check durchführen und herausfinden, wie digital ihr Unternehmen ist.

Quelle: Deutsche Telekom AG