21. März 2018

Untertützung bei der Pflichtaufgabe Digitalisierung

18-03-21_KompetenzzentrumPlanenundBauenPM Ausbau und Fassade - Untertützung bei der Pflichtaufgabe Digitalisierung
Einweihung des neuen Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Planen und Bauen am Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP (v.l.): Moritz Bischof (Institut für Mittelstandsforschung, IFM), Prof. Dr. Hans-Hermann Prüsser (Jade Hochschule), Stefan Schnorr (Leiter Abteilung Digital- und Innovationspolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie), Prof. Dr. Klaus Peter Sedlbauer (Leiter Fraunhofer IBP), Thomas Kirmayr (Fraunhofer IBP und Konsortialführer Kompetenzzentrum Planen und Bauen), Michael Heil (eBusiness Kompetenzzentrum für Planen und Bauen) und Stefanie Kabelitz (Fraunhofer IFF) Foto: Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Planen und Bauen

Das neue Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Planen und Bauen zur Digitalisierung soll mittelständische und kleine Unternehmen der Bau- und Immobilienwirtschaft unterstüten, den digitalen Wandel aktiv anzugehen und daraus erfolgreiche Geschäftsmodelle zu generieren.

»Digitalisierung wird von vielen Mittelständlern noch nicht als Pflichtaufgabe angesehen. Ein ›Weiter wie bisher‹ wird aber zunehmend gefährlich. Deshalb unterstützt das Bundeswirtschaftsministerium kleine und mittlere Unternehmen tatkräftig bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse und Produktionsmodelle. Gerade die Bau- und Immobilienwirtschaft mit ihrer eher kleinteiligen Struktur hat hier besondere Herausforderungen zu meistern«, so Stefan Schnorr, Leiter der Abteilung Digital- und Innovationspolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Harry Gatterer, Geschäftsführer des Zukunftsinstituts, sieht gerade für das deutsche Handwerk enorme Chancen durch Digitalisierung: »Im Handwerk gibt es einen Überschuss an Potential, wenn es darum geht, Roboter und Codes in den täglichen Ablauf zu integrieren. Der Großteil des Potentials ist noch nicht gehoben.«

Bau- und Immobilienwirtschaft vor einem fundamentalen Wandel

Thomas Kirmayr vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP, das als Konsortialführer das neue Kompetenzzentrum Planen und Bauen leitet, sieht die Bau- und Immobilienwirtschaft vor einem fundamentalen Wandel durch die Digitalisierung. Gerade die Kleinteiligkeit der deutschen Bauwirtschaft könne jedoch vorteilhaft sein, wenn es gelinge, die kleine und mittelständisch geprägte heimische Bauwirtschaft besser zu vernetzen. Solche netzwerkartigen Gebilde können im Zeitalter der Digitalisierung agiler handeln als große Unternehmen, sagte Thomas Kirmayr. Der Leiter des Fraunhofer IBP, Prof. Dr. Klaus Peter Sedlbauer sagte, das neue Kompetenzzentrum werde daran mitwirken, »einen Weg zu finden, um die Digitalisierung auf die Straße zu bringen.« Im Vordergrund stünden konkrete, wertschöpfende Lösungen für kleine und mittelständische Unternehmen.

Fünf Partner bilden das Kern-Konsortium, das das neue Kompetenzzentrum trägt:

  • das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP in Holzkirchen, wo am 20. März 2018 der offizielle Start erfolgte,
  • das Institut für Mittelstandsforschung Mannheim,
  • die Jade Hochschule Oldenburg,
  • das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automation IFF Magdeburg sowie
  • das eBusiness Kompetenzzentrum für Planen und Bauen in Kaiserslautern.

Weitere Partner ergänzen das Konsortium, das alle Themenbereiche der gesamten Wertschöpfungskette Bau abdecken soll. Zugleich sichern alle Partner eine flächendeckende regionale Vertretung, damit der Mittelständler, der Handwerker und ebenso der Freiberufler aus der Bau- und Immobilienwirtschaft Ansprechpartner in seiner Nähe findet.