25. Mai 2018

DEN: Energiewende und Klimaschutz sind gefährdet

18-05-24_DEN_Windkraftanlage_Mai_2018 Ausbau und Fassade - DEN: Energiewende und Klimaschutz sind gefährdet
Besuch auf einer Windkraftanlage im Windpark Westerholt – der Vorstand des Deutschen Energieberater Netzwerks DEN. von links: Hermann Dannecker, Marita Klempnow und Hinderk Hillebrands. Bild: DEN

Wenn die Energiewende gelingen und mittelfristig die nationalen Klimaziele der Bundesrepublik Deutschland erreicht werden sollen, müssen deutlich mehr energetische Sanierungsmaßnahmen realisiert werden. „Gerade in der Fläche gibt es noch erhebliche Defizite, die schnellstens behoben werden müssen“, sagte der Vorsitzende des Deutschen Energieberater-Netzwerks DEN e.V., Hinderk Hillebrands, nach einer Vorstandssitzung in Norden.

Auf der Tagesordnung der Führung des über 700 Mitglieder zählenden Netzwerks standen auch aktuelle Fragen wie die Einführung eines Berufsbildes für Energieberater, das geplante Gebäudeenergiegesetzt (GEG) sowie die Förderpolitik des Bundes.

Hillebrands zu dieser Sitzung in seine ostfriesische Heimat eingeladen, um das Dilemma zwischen der klimafreundlichen Produktion durch zahlreiche Windkraftanlagen und dem noch mangelhaften Stand der energetischen Gebäudesanierung zu verdeutlichen: „Gerade in der Fläche mit überwiegend Ein- und Zweifamilienhäuser haben die notwendigen energetischen Sanierungen von Gebäuden noch längst nicht stattgefunden. Ostfriesland steht da keineswegs allein, ist aber ein typisches Beispiel.“

Der notwendige Vollzug der Energieeinsparverordnung EnEV sei nicht vorhanden. Es würden noch nicht einmal die Vorgaben der EnEV im Neubau überwacht. Hillebrands: „Wenn sich da nichts ändert, sind die gesamte Energiewende und auch die mittlerweile zeitlich verschobenen Klimaschutzziele Deutschlands gefährdet.“