21. September 2018

Ausbildung: Handwerk bei der Integration besonders erfolgreich


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Immer mehr Menschen aus Asylzugangsstaaten absolvieren eine Ausbildung im baden-württembergischen Handwerk. Nach Angaben des Baden-Württembergischen Handwerkstags (BWHT) waren zum Stichtag 31. August 1.476 Neuverträge abgeschlossen. Im Vergleich zum Stand Jahreswechsel stieg die Zahl der Neuverträge um rund 20 Prozent.

„Dieser deutliche Anstieg zeigt, wie sehr sich unsere Handwerksbetriebe bei der Integration der Menschen aus den Asylzugangsstaaten engagieren. Deshalb ist es besonders wichtig, dass diese Anstrengungen von der Politik auch gewürdigt werden. Bisher gibt es für die auszubildenden Betriebe häufig keine Rechtssicherheit, ob die von ihnen Ausgebildeten, die häufig Geflüchtete sind, dauerhaft bleiben können. Das muss sich ändern“, fordert der Präsident des Baden-Württembergischen Handwerkstags (BWHT), Rainer Reichhold.

Zum 31. August 2018 gab es im baden-württembergischen Handwerk insgesamt 2.821 Auszubildende mit Staatsangehörigkeiten aus den acht nicht-europäischen Asylzugangsstaaten (Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia, Syrien) plus Gambia. Zum Ende des Jahres 2017 waren es noch 1.815.
„Wir brauchen schnellstens ein klar formuliertes Einwanderungsgesetz für eine gesteuerte Zuwanderung. Es muss auch Lösungen bieten für diejenigen, die unsere Betriebe mit großem Aufwand bereits zu qualifizierten Fachkräften ausbilden und die sich erfolgreich integrieren. Denn es macht wenig Sinn, diese Menschen wieder abzuschieben. Die Landesregierung muss deshalb in Berlin weiter aufs Tempo drücken“, so Reichhold.

Quelle: BWHT