08. Oktober 2018

Baugewerbe zum Fachkräftezuwanderungsgesetz

18-07-013_Pakleppa Ausbau und Fassade - Baugewerbe zum Fachkräftezuwanderungsgesetz
Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe. Foto: ZDB

"Zuwanderung ist ein Zukunftsthema für unser Land - daher begrüßen wir es sehr, dass die Bundesregierung für Klarheit in diesem wichtigen Politikbereich sorgt. Dabei ist richtig und wichtig, dass explizit auch Zuwanderer mit beruflicher Qualifikation berücksichtigt werden und somit auch ein Beitrag zur Fachkräftesicherung in den Bauberufen geleistet wird," kommentiert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes, den Kabinettsbeschluss vom 2. Oktober 2018 zu Eckpunkten für ein Fachkräfteeinwanderungsgesetz.

Pakleppa betont gleichzeitig, dass branchenspezifische Regelungen für Anerkennung der beruflichen Qualifikation notwendig sind: "Gerade in den Bauberufen kann die qualifizierte Berufspraxis ein wichtiger Bestandteil in der Suche nach einer Beschäftigung in Deutschland sein. In der Anerkennung von Berufsabschlüssen sollte entsprechende Tätigkeitsnachweise daher berücksichtigt werden."

"Viele der mittelständischen Baubetriebe beschäftigen geflüchtete Menschen, die hier gut integriert leben, die Sprache sprechen und sich im beruflichen Alltag bewährt haben. Dass das neue Fachkräftezuwanderungsgesetz hier Bleiberechtsregelungen vorsieht, ist ein richtiges Signal und schafft Klarheit für die Betriebe", so Pakleppa.

Nun müsse das Gesetzgebungsverfahren zügig auf den Weg gebracht werden und die Ressourcen für die Umsetzung der neuen Regelungen bereitgestellt werden, mahnt Pakleppa abschließend: "Immer noch sind in einigen Botschaften die personellen Kapazitäten nicht vorhanden, um zeitnah Visa bereitzustellen. Auch hier muss nun entschieden gehandelt werden."

Quelle: ZDB