12. Oktober 2018

Einigung bei Tarifrunde für das Maler- und Lackiererhandwerk

292204_original_R_K_B_by_RainerSturm_pixelio.de Ausbau und Fassade - Einigung bei Tarifrunde für das Maler- und Lackiererhandwerk
Foto: Rainer Sturm/pixelio.de

Die rund 130 000 Maler und Lackierer in Deutschland erhalten ab diesem Oktober mehr Geld. Am 10. Oktober einigten sich die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und der Bundesverband Farbe, Gestaltung, Bautenschutz in der zweiten Schlichtungsrunde auf ein Tarifergebnis für die Branche. Die Löhne steigen insgesamt in zwei Schritten um 5,9 Prozent.

Die beide Tarifparteien schlagen der Branche eine Erhöhung der Ecklöhne ab dem 1. Oktober 2018 um 2,6 Prozent vor. Nach zwölf Monaten, am 1. Oktober 2019, sollen die Löhne in einer zweiten Stufe um weitere 3,3 Prozent angehoben werden, dann für 13 Monate. Der Tarifvertrag hat damit eine Laufzeit von 25 Monaten und endet am 31. Oktober 2020.

Markus Heineke, Verhandlungsführer der Arbeitgeber, kommentierte: „Wir sind mit diesem Abschluss an die Grenzen des wirtschaftlich Machbaren gegangen. Unsere Beschäftigten bekommen ein deutliches Lohn-Plus. Das ist auch ein starkes Signal in den Arbeitsmarkt: Es lohnt sich, als Maler und Lackierer zu arbeiten!“

Auch beim Weihnachtsgeld gab es eine Einigung. Es soll in den kommenden Jahren deutlich steigen. Bis 2021 soll die sogenannte Jahressondervergütung in Ost und West angeglichen sein. Der entsprechende Teil der Tarifverträge hat damit eine Laufzeit von vier Jahren und endet erst im April 2022.

Die Landesinnungsverbände der Maler und Lackierer müssen diesen Schlichtungsvorschlag bestätigen. Die Erklärungsfrist endet am 19. Oktober 2018. Anschließend können die Tarifverträge unterzeichnet werden.