23. November 2018

Das Baugewerbe boomt – Konjunktur hält auch im Herbst an

Der Baubranche geht es gut - auch wenn die Preise für Baumaterial und die Löhne steigen. Bild: Pixabay
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Die Bauunternehmer ziehen eine gute Bilanz – die Leistung hat sich gegenüber dem Vorjahresmonat um ca. 2 % erhöht. Das Beweisen die Daten des statistischen Bundesamtes zur Konjunkturentwicklung im Bauhauptgewerbe für Betriebe mit mehr als 20 Beschäftigten. Die Leistungssteigerung im Wohnungsbau fiel mit ca. 5 % besonders deutlich aus.

„Die heute veröffentlichten Zahlen beweisen, dass die Bauwirtschaft in der Lage ist, ihre Kapazitäten auszubauen und mehr Leistung zu erbringen. Um dieses auch langfristig zu tun, ist es notwendig, dass sich die Förderpolitik der Bundesregierung verstetigt, anstelle nur Strohfeuer zu entzünden. Alles in allem können wir mit der konjunkturellen Entwicklung zufrieden sein, “ so Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe.

Interessant ist, dass die Bauunternehmen mit Hochdruck an der Fertigstellung von Wohnungen arbeiten. Dabei bleibt der Mehrfamilienhausbau das Segment mit der höchsten Nachfragedynamik. So haben die Baugenehmigungen im Vorjahresvergleich in den ersten drei Quartalen 2018 um mehr als 10.300 zugelegt.

Auch der Umsatz legte in allen Sparten im September erkennbar zu; im Wohnungsbau um 10,6 %, im Wirtschaftsbau um 10 % und im öffentlichen Bau um 7,6 %.

Bauleistungen bleiben also relevant: Die Auftragseingänge stiegen um 11,4 %, im Wohnungsbau sogar um knapp 26 %. Einzig die Nachfrage im öffentlichen Bau bleibt mit knapp 4 % im Spartenvergleich etwas verhalten, wobei der Straßenbau um 10 % zulegte. Der private Bau ist also ein relevanter Faktor. Das zeigt sich auch in der Beschäftigung: Die Bauunternehmer der Gruppe mit mehr als 20 Beschäftigten hatte im September 2018 gut 22.000 Beschäftigte mehr an Bord als im September 2017.

Dennoch sollte man nachhaltig wirtschaften. Pakleppa mahnte abschließend: „Umsätze sind keine Gewinne! Angesichts steigender Kosten für Baumaterial und Löhne halten die Renditen unserer Unternehmen mit den Umsätzen nicht Schritt.“

Die Lage der Baubranche ist gut, aber dennoch müssen Kosten und Investitionen miteinbezogen werden. Für die Zukunft bedeutet das, dass eine kluge Berechnung von Einnahmen und Investitionen an Bedeutung gewinnt.