03. Dezember 2018

Neuer Verband für Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen

Die Mitglieder des neu gegründeten Verbandes vdnr (v.l.): Fritz Tammen (Bioformtex), Heinz Amolsch (vdnr), Jörn Hartje (Ostseegras), Stefan Berbner (Inthermo), Heiko Seibert (Steico), Marcel Bailey (CWA Cellulosewerk), Karsten Schrang (Cemwood), Amelie Brackmann (Isofloc), Lukas Wagner (Thermo-Natur), Marius Misch (Agepan System), Jürgen Körner (Alfacell), Rainer Blum (Gutex), Herwih Hengsberger (ECIA), Dr. Tobias Wiegand (vdnr), und Marijn Roersch van der Hoogte (Hanffaser Uckermark). Foto: vdnr

Anzeige

Die Hersteller von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen haben einen gemeinsamen Verband gegründet. Der bisherige Verband Holzfaser Dämmstoffe (VHD) hat sich per
Satzungsänderung gegenüber weiteren Mitgliedern geöffnet und erweitert sich zum Verband Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen e.V. (vdnr).

Der neu geschaffene Verband vdnr vertritt nun nicht nur wie bisher Hersteller von nachhaltigen Holzfaserdämmstoffen, sondern auch hochwertige Dämmprodukte aus Hanf und Jute, dazu Einblasdämmstoffe aus Altpapier und den Strohballenbau sowie bisher weniger marktbekannte Naturdämmstoffe aus Seegras, Reet, Schafwolle und Kork.

Die offizielle Gründung erfolgte am 27. November 2018 in Berlin. Bei dieser sehr gut besuchten Veranstaltung wurden die neue Verbandsstruktur, die Mitgliedsfirmen und die Arbeitsziele vorgestellt. Als „gelungenen Start“ bezeichnete dann auch der vdnr-Vorstandsvorsitzende Heiko Seibert diesen Tag.

Eine der zukünftig wichtigsten Aufgaben wird die Fortführung der aktiven Mitarbeit und Interessensvertretung des vdnr in Normungsgremien, technischen Ausschüssen sowie bei gesetzgeberischen und baurechtlichen Fragen und Entscheidungen auf europäischer und deutscher Ebene sein.

Des Weiteren will der Verband seinen Bekanntheitsgrad und das Engagement für seine Ziele bei politischen Entscheidungsträgern sowie in relevanten gesellschaftlichen und fachlichen Organisationen verstärken, die sich für ein klima-, energie- und ressourcen-schonendes Bauen einsetzen. Hierbei ist das hauptsächliche Anliegen, eine ganzheitliche Betrachtung von Gebäuden – von der Baustoff-Herstellung über die Nutzungsphase bis zur Entsorgung – in das neue GEG einzubringen.