07. Januar 2019

Bauindustrie will mehr Mitarbeiter einstellen


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Die Bauunternehmen freuen sich über einen goldenen Oktober. Sie haben die zwei Arbeitstage, die ihnen - im Vergleich zum Vorjahr - zusätzlich zur Verfügung standen, genutzt, um ihre hohen Auftragsbestände weiter abzuarbeiten.“ Mit diesen Worten kommentierte der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Dieter Babiel, die in der neuesten Ausgabe des Aktuellen Zahlenbildes veröffentlichten Konjunkturindikatoren für das Bauhauptgewerbe.

Demnach hätten die Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten für Oktober (im Vergleich zu Oktober 2017) ein Umsatzplus* von nominal 20,1 % gemeldet. Preisbereinigt ergebe sich damit immer noch ein Plus von 14,6 %. Im gesamten Zeitraum von Januar bis Oktober hätten die Umsätze nominal um 10,6 % zugelegt (real: + 5,2 %).

Babiel: „Wir sehen damit unsere aktuelle Umsatzschätzung für das Gesamtjahr 2018 mehr als bestätigt. Wir gehen davon aus, dass wir das auf unserer Jahresabschluss-Pressekonferenz am 17. Dezember verkündete nominale 6 %- und reale 1,5 %-tige Umsatzwachstum für die gesamte Branche (inkl. Kleinbetriebe) nach oben anpassen können.“ Aktuelle Handwerksdaten hätten gezeigt, dass in diesem Jahr - im Gegensatz zu 2017 - nicht nur die Umsätze der größeren Baubetriebe deutlich gestiegen seien, sondern auch die der Kleinbetriebe mit 1 bis 19 Beschäftigten. Obwohl deren Beschäftigtenzahl aufgrund des Fachkräftemangels nur minimal über dem Vorjahresniveau liege, hätten sie es geschafft, durch Ausweitung der Überstunden ihre Umsätze zu steigern. „Das für 2019 prognostizierte nominale Umsatzwachstum von 6 %, real von 1 %, lassen wir aber unangetastet. Das Umsatzvolumen wird aufgrund des höheren Niveaus bei ca. 130 Mrd. Euro liegen.“

Um die Aufträge auch in Zukunft zeitnah abarbeiten zu können, planten die Unternehmen, mehr Beschäftigte einzustellen: Immerhin hätte im Rahmen der aktuellen Herbst-Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages nahezu jeder fünfte Baubetrieb angegeben, seinen Personalbestand in den kommenden 12 Monaten aufzustocken. 76 % der Befragten würden ihren Bestand halten wollen und nur 6 % planten eine Einschränkung, so wenige wie noch nie. Babiel: „Entsprechend positiv ist unsere Beschäftigtenprognose. Wir erwarten für 2019 eine Beschäftigtenzahl im Bauhauptgewerbe von 850.000, das wären 2,2 % bzw. 18.000 mehr als 2018 und 140.000 mehr als zum Ende der großen Baukrise im Jahre 2006.“

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes.

Quelle: HDB