23. Januar 2019

Dämmstoffe: Nachfrage steigt, der Markt ignoriert Preiserhöhungen

19-01-23_BRANCHENRADAR_Daemmung_D Ausbau und Fassade - Dämmstoffe: Nachfrage steigt, der Markt ignoriert Preiserhöhungen

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Die Nachfrage nach Dämmstoffen zur Gebäudedämmung sowie nach Wärmedämm-Verbundsystemen (WDVS) nahm im deutschen Markt 2018 moderat zu. Zu diesem Ergebnis kommt Branchenradar.com in einer Marktstudie.

Der Absatz von Dämmstoffen erhöhte sich um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 37,5 Millionen Kubikmeter. Bei Wärmedämm-Verbundsystemen lag der Zuwachs bei plus 1,5 Prozent. Insgesamt wurden 38,3 Millionen Quadratmeter WDVS verkauft.

Impulsgeber war in beiden Warengruppen der Neubau und hier insbesondere der Geschoßwohnbau, wenngleich auch das Bestandsgeschäft Wachstumsbeiträge lieferte. Der Aufschwung zog sich zudem mengenmäßig durch alle Produktgruppen. Tendenziell etwas rascher als der Markt wuchsen jedoch gegenüber dem Vorjahr

  • XPS mit +2,8 Prozent,
  • organische Dämmstoffe mit +3,1 Prozent und
  • WDVS aus Mineralwolle +1,6 Prozent.

Preise erhöht, Infolge der anziehenden Rohstoffpreise haben im vergangenen Jahr die meisten Hersteller zum Teil signifikante Preiserhöhungen am Markt durchgesetzt. Trotzdem war beim Durchschnittspreis in nahezu allen Produktgruppen keine merkliche Veränderung festzustellen. Bei den organischen Dämmstoffen waren diese sogar rückläufig. Im Vergleich zu 2017 sank der Durchschnittspreis auf Ebene der Warengruppen bei WDVS um etwa ein Prozent, bei Dämmstoffen um ein halbes Prozent. Als Grund geben die Marktforscher an, dass die Abnehmer bei Dämmstoffen vermehrt auf kostengünstigere Produkte zurückgegriffen würden. Außerdem habe sich bei WDVS die durchschnittliche Dämmstärke um rund fünf Millimeter reduziert.

Dies hat zur Folge, dass sich im Jahr 2018 auch der Herstellerumsatz mit Dämmstoffen und Wärmedämm-Verbundsystemen insgesamt gegenüber 2017 um nur 1,2 Prozent auf 3,27 Milliarden Euro erhöhte. Dabei stieg der Umsatz mit Dämmstoffen stieg auf 2,33 Milliarden Euro (+1,6 Prozent ), und mit WDVS auf 938 Millionen Euro (+0,4 Prozent ).