28. Januar 2019

4. Forum Holzbaukompetenz diskutiert Kalk und Holz

Welche Bedeutung Kalk für ein gesundes Raumklima hat, zeigte Manuel Döhler von der Bauberatung der Schwenk Putztechnik auf. Foto: Ingo Jensen/Schwenk Putztechnik

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Dass sich Kalk und Holz ergänzen, zeigte das Forum Holzbaukompetenz, das gemeinsam von der Schwenk Putztechnik, Premiummarke der quick-mix Gruppe, und Steico SE veranstaltet wurde. Die  Referenten diskutierten in Leipzig und Germering den ökologischen Innenausbau. Zudem gab es praktische Tipps zu Baurecht und Marketing für die Fachhandwerker, Ingenieure, Architekten, Bauunternehmer und Baustoffhändler. 


„Die Resonanz auf unser Forum Holzbaukompetenz ist sehr gut. Die angeregte Diskussion der Teilnehmer untereinander zeigt, dass unser Konzept voll und ganz aufgeht. Denn genau auf das – den gewerkeübergreifenden Dialog von Architekten, Zimmerern, Holzbauingenieuren, Stuckateuren und Putzspezialisten – kommt es uns an. Ein professionelles Miteinander und einen konstruktiven Austausch zwischen den Gewerken anzuregen, ist uns mehr als gelungen“, zieht Bettina Hahn, Produktmanagerin für Holzbausysteme bei der quick-mix Gruppe, ein positives Fazit.

Gewerke miteinander verbinden 


Ziel der eintägigen Seminarveranstaltungen im Rahmen der quick-mix Akademie war es, die Grenzen zwischen den Gewerken aufzulösen. Denn auch beim vierten Forum Holzbaukompetenz bildeten sich Architekten, Zimmerer, Holzbauingenieure, Stuckateure und Putzspezialisten gemeinsam weiter. „Holz ist der älteste und gleichzeitig auch der modernste Baustoff der Menschen und liegt gerade absolut im Trend“, betonte Klaus Drücker von Steico SE. Je nach Veranstaltungsort stellten er und Florian Wick die groß- und kleinformatigen Holzfaserplatten von Steico SE vor. Diese sind nicht nur äußerst stabil, sondern zeichnen sich auch durch eine höhere Wärmespeicherfähigkeit aus.

Wie nachhaltige und ökologische Architektur funktioniert, das zeigte Kay Künzel in seinem Vortrag. Der Experte für die Themen Klimawandel und Klimaschutz ging dabei vor allem auf das Spannungsfeld zwischen Gesetz und Wirtschaftlichkeit bei Passivhäusern ein.Einen Blick in das neue Baurecht 2018 warf Rechtexperte Dr. Frederik Neyheusel. Er erklärte, wie Mängel vermieden werden können und welches Gewerk auf der Baustelle wann und wie haftet. Zum Beispiel beim Stichwort „Bauhandwerkersicherung“: „Hier dürfen sich Handwerker nicht blenden lassen. Der Ausschluss greift nur bei Verbraucher- oder Bauträgerverträgen“, so der Rechtsanwalt. Den zentralen Herausforderungen des Marketings im Mittelstand und im Handwerk stellte sich Marketing-Experte Dr. Bernd W. Dornach. Er stellte klar: Durch Künstliche Intelligenz werden in Zukunft Maschinen viele Berufsfelder übernehmen – aber das Handwerk bleibt. Für Handwerker geht es vielmehr darum, sich zu spezialisieren: „Schauen Sie sich um, was die anderen so tun, und machen Sie etwas anderes“, ermutigte Dornach die Teilnehmer.