30. Januar 2019

Branchenbarometer zur Baumaschinenmesse (Bauma): Mehr Digitalisierung wagen

19-01-29_bauma Ausbau und Fassade - Branchenbarometer zur Baumaschinenmesse (Bauma): Mehr Digitalisierung wagen
Bild von der Bauma 2016. Foto: Messe München

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Rund zwei Monate vor dem Start der Weltleitmesse Bauma am 8. April 2019, präsentiert die Messe München exklusive Studienergebnisse für die Baumaschinenbranche. Fachkräftemangel ist die Herausforderung Nummer eins, der Megatrend Digitalisierung bestimmt die Zukunft – steckt aber noch in den Kinderschuhen.

Die Investitionsbereitschaft der Baumaschinenindustrie liegt global auf einem sehr hohen Niveau und wird in den kommenden Jahren auch weiterhin vorsichtig optimistisch gesehen. Das hat das „Bauma-Branchenbarometer“ ergeben, eine repräsentative Studie, bei der rund 10.000 Branchenkenner über zwei Monate hinweg befragt wurden (Juni/August 2018). So planen 44 Prozent der Befragten in Zukunft ein steigendes Investitionsvolumen für ihr Unternehmen. Im Regionen-/Ländervergleich sind vor allem Afrika (68 Prozent) und Asien (67 Prozent) optimistisch was die Investitionsentwicklung angeht. Für Europa liegt der Wert bei 42 Prozent. Deutschland ist mit 39 Prozent ein wenig skeptischer.

Große Herausforderung: Fachkräftemangel

Mehr als die Hälfte der Befragten sehen im Fachkräftemangel die größte Herausforderung für die Branche (58 Prozent). Dieser ist vor allem für die klassischen Industrieländer ein großes Problem, weniger für bevölkerungsreiche Länder wie China und Indien. Daneben zählen auch der zunehmende Wettbewerbs- und Preisdruck (31 Prozent), die Verschärfung von Umweltgesetzen und -auflagen (24 Prozent) sowie die Digitalisierung von Geschäftsprozessen (19 Prozent) zu den zentralen Herausforderungen.

Wichtige Forschungsfelder: Elektromobilität und Digitalisierung

Die Digitalisierung hält auch in der Baumaschinenbranche immer stärker Einzug, steckt aber noch in den Kinderschuhen: Nur 4 Prozent sehen sich in puncto Digitalisierung führend. Zwar hat über die Hälfte der Befragten Teile des Unternehmens bereits digitalisiert (28 Prozent) oder zumindest damit begonnen (25 Prozent). 22 Prozent warten allerdings noch ab, 20 Prozent sehen aktuell überhaupt keinen Handlungsbedarf. Allerdings sind die wichtigsten Forschungsfelder der Branche neben der Elektromobilität die digitalen Themen – von der digitalen Vernetzung innerhalb und außerhalb der Produktion über BIM bis hin zum Internet of Things.

Digitale Lösungen auf der Bauma 2019

Besucher der Bauma 2019 können sehen, dass schon heute Baumaschinen mit vielfältigen Sensoren und Kommunikationsschnittstellen ausgestattet werden können. Mit den erfassten Daten lassen sich zum Beispiel Arbeitsleistung, Verbrauch und Standort kontrollieren, vorausschauende Wartungsintervalle definieren oder Betriebskosten ermitteln. Ganze Fahrzeugflotten können per Telematik gemanaged werden. Außerdem helfen digitale Tools Arbeitsabläufe zu automatisieren, was nicht zuletzt vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels immer relevanter wird.

„Viele Unternehmen der Bauindustrie haben die Relevanz der Digitalisierung bereits erkannt, investieren aber noch mit Vorsicht. Aus Messesicht lautet mein Appell: Mehr Digitalisierung wagen! Um zukunftsfähig zu bleiben, müssen wir moderne digitale Prozesse und Systeme nachhaltig in unseren Veranstaltungen und in der Organisation verankern. Ich denke da geht es den Unternehmen der Baumaschinenindustrie nicht anders“, sagt Messe-Chef Dittrich.

Auf der Bauma 2019 werden die digitale Baustelle und Baumaschinen mit Hilfe von Virtual- und Augmented Reality live erlebbar gemacht. TrustedTargeting bietet Ausstellern zudem die Möglichkeit, bereits vor der Messe ihre Zielgruppe online anzusprechen, um so potentielle Neukunden zu erreichen und sie an den Messestand einzuladen.