11. Februar 2019

Weniger Normen sollen für Überblick sorgen

klein_excavators-1174428_1920 Ausbau und Fassade - Weniger Normen sollen für Überblick sorgen
Foto: Pixabay

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Wohl keiner bezweifelt den Sinn von Normen, doch der Anstieg löst auch Kritik aus. Der Verband Beratender Ingenieure (VBI) kritisiert die Einschränkungen bei der praktischen Arbeit als Einschränkung der Kreativität und als Mitgrund für explodierende Kosten.

„Immer neue, immer umfangreichere und nur mit immer größerem Aufwand einhaltbare Normen sind nicht nur Kostentreiber, sondern schränken auch die Kreativität in der Planung ein“, betont VBI-Präsident Jörg Thiele. „Daher begrüßen wir als Ingenieurverband die von der Bundesregierung angekündigte Implementierung systematischer Kosten-Nutzen-Analysen und Kostenfolgenabschätzungen in die Normungsprozesse als richtig und wichtig“, so der VBI-Präsident. „Normen sorgen für Sicherheit und Nachhaltigkeit beim Bauen. Deshalb brauchen wir Normen beim Bauen, aber nur so viel wie nötig, nicht so viele wie möglich.“

Normen sollten hilfreich sein

Die Ankündigung der Bundesregierung, sich gemeinsam mit Ländern und Kommunen für die Institutionalisierung von Kosten-Nutzen-Analysen und Kostenfolgenabschätzungen in Normierungsprozessen einzusetzen, erfolgte als Antwort auf eine kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag. Die Aktivitäten seien Teil der Umsetzung von Forderungen aus der Baukostensenkungskommission. In ihrer Antwort weist die Bundesregierung außerdem darauf hin, dass es Aufgabe der DIN-Normungsgremien sei, Wirtschaftlichkeitsaspekte in den Normungsprozessen zu beachten.

Als Mitglied der Brancheninitiative Praxisregeln Bau PRB arbeiten VBI-Ingenieure seit Jahren mit daran, die praxisfremde Regulierungswut in den Baubemessungsnormen einzudämmen.