04. März 2019

Baubranche und Landwirtschaft sagen dem Hautkrebs den Kampf an

Foto: Pixabay

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Zahlreiche Verbände haben mit der IG BAU und der Berufsgenossenschaft eine Sozialpartnervereinbarung auf den Weg gebracht. Ziel ist, die Gesundheit der Angestellten zu fördern. Prävention steht an erster Stelle.

Dazu Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe: „Arbeiten mit freiem Oberkörper in der prallen Sonne mag zwar cool sein, ist aber ohne Sonnenschutz absolut unvernünftig und birgt das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Daher haben wir gemeinsam mit verschiedenen anderen Verbänden ein Maßnahmenbündel vereinbart, um das durch intensive Sonneneinstrahlung ausgelöste Hautkrebsrisiko deutlich zu minimieren.“

Bei dem Maßnahmenbündel stehen Aufklärung und Prävention an erster Stelle: Die Verbände werden gemeinsam mit der Berufsgenossenschaft die Unternehmen über das Hautkrebsrisiko weiter aufklären und deutlich machen, wie sie ihre Beschäftigten schon durch einfache Maßnahmen schützen können. Auch die Arbeitnehmer selber sollen intensiver informiert und eingebunden werden. Kernstück ist eine Angebotsvorsorge: Die Unternehmen werden Arbeitnehmern, die überwiegend im Freien arbeiten, einmal jährlich den Besuch bei einem Betriebsarzt, Arbeitsmediziner, Haus- oder Hautarzt anbieten, damit sie sich beraten und  ein Hautscreening durchführen lassen können, wodurch Hautkrebs noch in einem frühen Stadium entdeckt werden kann. Die Kosten für diese Untersuchung, die während der Arbeitszeit stattfinden kann, tragen die Arbeitgeber.

Freiwilligkeit anstelle von Zwängen

„Der ursprünglich diskutierte Vorschlag einer Pflichtvorsorge ist damit erst einmal vom Tisch. Im Gespräch mit dem Bundesarbeitsministerium ist der von uns gefundene Weg einer Sozialpartnervereinbarung erörtert und auf den Weg gebracht worden. Dieses hat die Branche positiv wahrgenommen. Daher sind wir mit der gefundenen Lösung hoch zufrieden,“ erklärte Pakleppa abschließend.

Beteiligt sind der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V.,  die Bundesinnung für das Gerüstbauer-Handwerk/Bundesverband Gerüstbau e.V., Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft, der Deutscher Abbruchverband e.V., der Gesamtverband der deutschen Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände e.V., der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V., die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau, der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e. V. und der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks e.V. Die Gesundheit der Mitarbeiter wird also immer wichtiger.