11. März 2019

Erstes Wohnhaus digital geplant und gebaut

Das DFAB-House ist das weltweit erste bewohnte Haus, das digital geplant und gebaut wurde. Foto: Roman Keller/Empa

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Auf dem Nest-Gebäude der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und des Forschungsinstituts Eawag in Dübendorf/Schweiz wurde Ende Februar das weltweit erste bewohnte, komplett digital geplante und gebaute Wohnhaus eröffnet. Wie die Empa mitteilt, wurde das „DFAB House“ auch mit Robotern und 3D-Druckern gebaut. Die eingesetzten Bautechnologien entwickelten Forschende der ETH Zürich in Zusammenarbeit mit Industriepartnern.

Das dreigeschossige «Wohnhaus» trohnt auf der obersten von drei Plattformen im Nest. Auf diesem modularen Forschungs- und Innovationsgebäude der Empa und Eawag können Forschende zusammen mit Industriepartnern neue Bau- und Energietechnologien unter realen Bedingungen testen. NEST besteht aus einem zentralen Gebäudekern, an den unterschiedliche Gebäudemodule – sogenannte Units – andocken können. Für den Bau der Unit DFAB House haben Forschende aus acht Professuren der ETH Zürich im Rahmen des Nationalen Forschungsschwerpunkts (NFS) «Digitale Fabrikation» in Zusammenarbeit mit Industriepartnern gleich mehrere neuartige, digitale Bautechnologien erstmals vom Labor in reale Anwendungen überführt. Die digitalen Technologien haben zum Ziel, das Planen und Bauen nicht nur effizienter zu machen, sondern auch nachhaltiger.

„Das architektonische Potenzial von digitalen Bautechnologien ist immens. Nur leider kommen diese Technologien noch kaum auf die Baustellen. Mit dem DFAB House gelingt es uns, Hand in Hand mit der Industrie neue Technologien zu erproben und so den Transfer von der Forschung in die Praxis zu beschleunigen», sagt Matthias Kohler, ETH-Professor für Architektur und digitale Fabrikation.

In rund zwei Monaten werden nun die ersten Bewohnerinnen und Bewohner ins DFAB HOUSE einziehen. Es handelt sich dabei um akademische Gäste von Empa und Eawag.

Weitere Informationen, Bilder und Filmclip hier.

Quelle: Empa