15. März 2019

Umsatzsteigerung in der Baubranche mit schwankenden Gefühlen

Foto: Pixabay

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Die Bauwirtschaft erwartet einen höheren Branchenumsatz in 2019. Dazu tragen aber auch steigende Kosten für Lohn und Material bei. Steigende Rohstoffkosten und Handelskonflikte sind ebenso Anlass.

Der neu gewählte Vorsitzende der Bundesvereinigung Bauwirtschaft, Marcus Nachbauer, erklärte anlässlich einer Pressekonferenz auf der IHM in München:  „Für die Bundesvereinigung Bauwirtschaft erwarten wir in 2019 einen Umsatz von ca. 350 Mrd. €, was einer Steigerung von 4,2 % entspricht. Dieses Wachstum ist allerdings stark preisgetrieben, wofür insbesondere höhere Kosten z.B. für Lohn und Material maßgeblich sind.“

Die Zukunft besser gestalten

Im Jahr 2018 hatten die rund 370.000 Mitgliedsbetriebe mit ihren 3,3 Millionen Beschäftigten noch einen Umsatz von 339,3 Milliarden € erzielt, was einem Wachstum gegenüber 2017 von 6,6 % entspricht. Nachbauer weiter: „Wenngleich die Geschäfte der Mitgliedsunternehmen auf Hochtouren laufen, ist die Erwartungshaltung an die weitere Geschäftsentwicklung in diesem Jahr zurückhaltender. Neben dem Fachkräftemangel spielen die Sorgen über steigende Rohstoffkosten sowie über die Folgen des Brexits und der Handelskonflikte insbesondere für den Wirtschaftsbau eine wichtige Rolle.“

Schwäche beim Ausbau, Gewinn bei der Gebäudetechnik

Während das Neubaugeschäft boomt, fiel die Umsatzentwicklung in der Sparte Ausbau mit +4 % auf 89,4 Milliarden € in 2018 deutlich schwächer aus. Für 2019 wird ein Wachstum von 3,5 % auf 92,4 Milliarden € veranschlagt. „Der Sanierungsmarkt, an dem die Unternehmen des Ausbaus besonders partizipieren, weist keine entsprechende Dynamik auf,“ erläuterte Nachbauer. Die Sparte Gebäudetechnik ist mit ca. 1,6 Millionen Beschäftigten und 133 Milliarden € Umsatz in 2018 (+5 %) die beschäftigungs- und umsatzstärkste Sparte. Im Jahr 2019 wird der Umsatz um 3,5 % auf ca. 138 Milliarden € zulegen.

Investitionsvolumen steigern

Abschließend wies Nachbauer darauf hin, dass sich die Baukonjunktur zwar noch auf einem hohen Niveau bewege, aber erste Wolken am Horizont aufzögen. „Daher gilt es, die investiven Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass das Bau- und Ausbaugewerbe weiter gut zu tun hat. Denn die deutsche Bauwirtschaft ist die Konjunkturlokomotive Nummer Eins.“