18. März 2019

Sechs Handwerksbetriebe mit Bildungspyramide ausgezeichnet


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Die Handwerkskammer Stuttgart lobte Unternehmen, welche für Nachwuchsförderung stehen. Für ihre Vorbildfunktion in Fragen der Ausbildung werden sechs Handwerksunternehmer mit der Bildungspyramide ausgezeichnet.

Die Region Stuttgart steht bildlich für leistungsfähige Unternehmen und Handwerker. „Die Preisträger bestechen durch eine herausragende Qualität und Kontinuität in der Ausbildung“, begründet Hauptgeschäftsführer Thomas Hoefling die Auswahl der Betriebe, die aus allen Landkreisen in der Region kommen. Die Bildungspyramiden werden in den nächsten Wochen überreicht.

Nachwuchs gewinnen – ein Vorteil für alle

„Die Beweggründe für die Ausbildung junger Menschen liegen in der Zukunftssicherung des Unternehmens. Denn dem demografischen Wandel mit drohendem Fachkräftemangel ist mit einer fundierten eigenen Ausbildung des Nachwuchses am besten entgegen zu treten“, betont Hoefling. Das Handwerk setze ganz klar auf gute Ausbildung – weil das nun mal die beste Fachkräftepolitik sei. Damit sei gerade die Qualifikation ein idealer Startblock für Leistung und Erfolg. „Die Zukunft unserer Betriebe wird nicht davon abhängen, ob wir Aufträge generieren können, sondern mit welchem gut ausgebildeten Personal wir diese Aufträge bearbeiten können.“

Engagement für Schwächere

Ein besonderer Aspekt fiel der Jury bei vielen Ausbildungsbetrieben sehr positiv auf. „Es lohnt sich, sich über den Ausbildungsplan hinaus umfassender um Azubis zu kümmern. Ebenso ist für viele das Engagement für Lernschwächere, für Menschen mit Handicap oder mit Migrationshintergrund tatsächlich Alltagsgeschäft“, weiß Kammerchef Thomas Hoefling. Im Handwerk sei für alle Platz – es würden Mitarbeiter mit allen Abschlüssen und Kenntnissen gebraucht. Da Mitarbeiter auf dem klassischen Weg nur noch schwer zu rekrutieren sind, wird auch Schulabsolventen eine Chance geboten, deren Voraussetzungen vielleicht formal nicht optimal sind, die sich nach der Erfahrung der Preisträger mit etwas Unterstützung aber als hoch motivierte und gute Nachwuchskräfte erweisen. So sind auch Teilzeitausbildungen oder beispielsweise die Beschäftigung junger Menschen mit Sprachbehinderungen an der Tagesordnung.

Die Preisträger bilden die berufliche Vielfalt ab

Um die Vielfalt der beruflichen Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk zu repräsentieren, wählt die Jury nicht nur aus allen sechs Landkreisen einen Preisträger aus, sondern achtet darauf, möglichst verschiedene Berufsgruppen des Handwerks abzubilden. Mit der Bildungspyramide werden 2019 ausgezeichnet die Zimmerei Bohnet aus Böblingen, Alber aus Esslingen, das Bauunternehmen Emil Rapp aus Geislingen, Raff und Grund aus Ludwigsburg, Mink Orthopädieschuhtechnik aus Stuttgart und aus dem Rems-Murr Kreis die Firma Herrmann.