29. März 2019

„Normungs-Marathon“ im ift Rosenheim

Foto: ift Rosenheim

Anzeige

Dass der Handel im großen europäischen Binnenmarkt gut läuft, ist auch ein Verdienst der vielen „Normer“. Denn ohne einheitliche Standards wäre der europaweite Vertrieb technischer Produkte nicht möglich, von dem gerade auch viele deutsche Unternehmen profitieren.

29 ift-Mitarbeiter investieren dafür pro Jahr fast 500 Manntage für Sitzungen sowie Vor- und Nacharbeiten. Vom 13. bis 15. März 2019 fand unter Leitung von Institutsleiter Prof. Ulrich Sieberath ein dreitägiger Normungsmarathon in Rosenheim statt. Am 13. März besprachen Experten im „Normenausschuss Bauwesen NA 005-09-01 AA“ die nationalen Normungsprojekte der Fenster- und Türenbranche und stimmten die Standpunkte für die am 14. und 15. März anschließende Sitzung des Europäischen Normungsgremiums TC33/WG1 ab. Hauptpunkte der drei Sitzungstage waren die Verabschiedung einer „DIN-Spec“ mit den Empfehlungen für Wohnungseingangstüren als unterstützendes Dokument zur Anwendung der Produktnorm Innentüren EN 14351-2. Zweiter Punkt war die Vorbereitung der unterstützenden Norm für die Erstellung von Umweltproduktdeklarationen (EPD) von Fenstern und Türen zur Schlußabstimmung. Dritter Arbeitsschwerpunkt war die Beratung eines Normentextes, der die Anwendung der Brand- und Rauchschutzeigenschaften gemäß EN 16034 im Kontext der Produktnormen für Fenster und Türen sowie Innentüren EN 14351-1/2 erleichtern soll.

Das ift Rosenheim leistet jedes Jahr fast 500 Manntage für Sitzungen sowie Vor- und Nacharbeiten für 100 verschiedene nationale, europäische und internationale Ausschüsse. „Wir setzen uns dafür ein, dass die Ideen von Gebrauchstauglichkeit, angemessener Produktqualität, fairem Wettbewerb und einer praxisnahen Handhabung möglichst gut in neue Normen und Regelwerke integriert werden.“, so Prof. Ulrich Sieberath. Dabei können die „ift- Normer“ auf das Wissen von über 200 Kollegen zugreifen, die ihr Wissen aus Prüfung, Forschung, Wissenschaft, Überwachung und Schulungen einbringen.