03. April 2019

Handwerkersuche: Für Kunden zählt Vertrauen


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Persönliche Empfehlungen und gemachte Erfahrungen spielen bei der Suche nach Handwerkern die größte Rolle. Dagegen ist die Suche im Internet eher zweitranig. Das sind die Ergebnisse einer Studie, die sich mit den Entscheidungswegen in europäischen Haushalten in Zeiten von Fachkräftemangel und Auftragsflut beschäftigt.

Auf Basis von 6.282 Interviews in elf Ländern zeigt der „Europäische Heimwerker- und Renovierungsmonitor“, wie die Handwerkersuche bei Renovierungswilligen abläuft. Das A und O für die Auftragsvergabe sind Beziehungen, so die Studie: Jeder vierte schaut sich im Familien- und Bekanntenkreis nach Handwerkerreferenzen um (27 Prozent) oder ist selbst schon Stammkunde bei mehreren Fachbetrieben (24 Prozent). Es wird auch festgestellt, dass nur jeder zehnte europäische Verbraucher mit Modernisierungsambitionen die Handwerker nach einer Suche im Internet beauftragt. Das Marktforschungsinstitut Bauinfo-Consult war an der Studie beteiligt und kommentiert dies so: „eine schlechte Nachricht für Online-Portale der Marke My Hammer und Co.“.

Nach den Umfrageergebnissen zu urteilen, legen die Modernisierungswilligen vor allem Wert auf Vertrauen: 69 Prozent beauftragen Handwerker, die sie für verlässlich halten.

Die Macher der Studie empfehlen den Handwerksunternehmen vertrauensbildende Maßnahmen stärker zu beachten, wie etwa den genauen Nachweis der einzelnen Kostenpunkte in den Abrechnungen, Garantieleistungen oder durch ein persönliches Treffen mit dem Aufragnehmer. Sie kommen zu dem Schluss. „Das Vertrauen der Kunden in die eigenen Leistungen zu festigen oder herzustellen sollte daher das A und O für jeden Anbieter von Handwerksleistungen sein.“

Die Studie Europäischer Heimwerker- und Renovierungsmonitor der USP Marketing Consultancy-Gruppe erscheint viermal im Jahr. Zur Gruppe gehört auch das Düsseldorfer Marktforschungsinstitut Bauinfo-Consult.