16. Mai 2019

Neue Studie zu CO2-Vermeidungskosten

Foto: Pixabay

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Der Zukauf von C02-Zertifikaten kann den Steuerzahler viel Geld kosten. Den Gebäudebestand mit besonderen Maßnahmen zu finanzieren, wäre ein besserer Weg, zeigt eine neue Studie.

Deutschland läuft Gefahr, dass es seine Klimaschutzverpflichtungen nur über den Zukauf von CO2-Zertifikaten aus anderen EU-Staaten erfüllen kann. Dadurch drohen dem Bundeshaushalt – und damit dem Steuerzahler – Belastungen in Milliardenhöhe. „Deutlich sinnvoller wäre es, in CO2-Vermeidungsmaßnahmen in Deutschland zu investieren, als das Geld für Zertifikatzukäufe aus anderen EU-Staaten einzusetzen,“ sagte Professor Dr.-Ing. Dirk Müller, RWTH Aachen. Gerade im Gebäudebereich, der für rund 40 Prozent der gesamten CO2-Emissionen verantwortlich ist, lassen sich mit geringen Investitionsmaßnahmen enorme CO2-Einsparungen erzielen. Um dies der Politik und der Öffentlichkeit nochmals deutlich zu machen, sollen die CO2-Vermeidungskosten im Bereich der Gebäudetechnik in einer umfassenden Studie belegt werden.

Studie durch führende Verbände

Initiiert wurde die Studie von drei führenden Verbänden der Technischen Gebäudeausrüstung, dem BTGA – Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung e. V., dem FGK – Fachverband Gebäude-Klima e. V. und dem Herstellerverband Raumlufttechnische Geräte e. V. Schon frühere Studien, beispielsweise vom Bundesverband der Deutschen Industrie, BDI, belegten, dass gerade in der Gebäudetechnik die CO2-Vermeidungskosten besonders gering sind. Daher soll speziell für die Lüftungs- und Klimatechnik eine weitere vertiefende Betrachtung erfolgen.

Einsparpotenziale bei alten und neuen Gebäuden suchen

Durchgeführt wird diese Studie vom E.ON Energy Research Center der RWTH Aachen, vom Institut für Luft- und Kältetechnik Dresden und vom Umweltcampus Birkenfeld. Neben übergeordneten Angaben zu den CO2-Vermeidungskosten sollen die Einsparpotenziale auch an konkreten Neubau- und Sanierungsprojekten dokumentiert werden. Die finalen Ergebnisse sollen im November 2019 im Rahmen des Wirtschaftsforums der Technischen Gebäudeausrüstung präsentiert werden.