19. Juni 2019

Leichter Rückgang bei Baugenehmigungen

Foto: Pixabay

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Die Wohnungsnot bleibt ein Thema in der Bundesrepublik. Der Zentrale Immobilien Ausschuss kritisiert die bürokratischen Standards bei Baugenehmigungen. Laut Statistischem Bundesamt sei die Zahl der Baugenehmigungen von Januar bis April 2019 in Deutschland um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen.

Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) kritisiert den Rückgang an Baugenehmigungen. Die Zahl der Baugenehmigungen für Zweifamilienhäuser sei um 5,2 Prozent, die Zahl der genehmigten Mehrfamilienhäuser um 0,5 Prozent gesunken. „Die Zahlen sprechen einmal mehr eine deutliche Sprache: Die Baupolitik in Deutschland ist größtenteils eingeschlafen“, sagt Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA. „Offenbar schreckt Regulierung ab. Mietpreisdeckel und Modernisierungsstopp werden noch weitere Tribute fordern. Wenn das bezahlbare Wohnen und Bauen zur sozialen Frage unserer Zeit erklärt wird, dann braucht es auch die hierzu passenden Instrumente. Das bedeutet unter anderem: Stopp der Grunderwerbsteuer-Rallye der Bundesländer, Einführung der digitalen Bauakte und Erhöhung der linearen AfA. Bis das alles zieht, hilft nur ein besseres Wohngeld statt Regulierung. Wir haben Vorschläge geliefert, die Politik muss diese nur aufgreifen.“ Bauaktivitäten bedeuten nicht nur eine Lösung für die steigenden Mieten, sondern auch mehr Aufträge fürs Handwerk. Von Wolfram Hülscher