26. Juni 2019

Debatte um Meisterzwang in Gewerken

Foto: Pixabay

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Die Wiedereinführung der Meisterpflicht wird kontrovers besprochen. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) spricht sich dafür aus. 

Anlässlich der Öffentlichen Anhörung im Ausschuss für Wirtschaft und Energie des Deutschen Bundestags zur Wiedereinführung der Meisterpflicht erklärt Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB): „Die Wiedereinführung der Meisterpflicht in einzelnen Gewerken ist überfällig. Die Novellierung der Handwerksordnung im Jahr 2004 hat in den Bauberufen, die aus der Anlage A gestrichen wurden, zu dramatischen Fehlentwicklungen geführt. Nicht nur die Ausbildungsleistung hat sich drastisch verringert, auch die Zahl der Meisterprüfungen ist erheblich zurückgegangen. Ohne Meisterbetriebe gibt es aber keine Ausbildung – mit fatalen Folgen für die Fachkräftesicherung. Um das System der dualen Ausbildung nicht nachhaltig zu beschädigen, muss jetzt dringend die Wiedereinführung des Meisterbriefs kommen!“

Verbraucherschutz in Bauberufen gewähren

Der Meisterbrief sei darüber hinaus ein verlässliches Gütesiegel und zumindest in den Bauberufen schon aus Verbraucherschutzgründen geboten, so Pakleppa. Daher appelliert er an die Abgeordneten des Wirtschaftsausschusses, den Anträgen zur Wiedereinführung des verpflichtenden Meisterbriefs in einzelnen Handwerken zu folgen. „Wir setzen uns dafür ein, die Meisterpflicht im Fliesenleger-, Estrichleger-, Betonsteinhersteller- und Parkettlegerhandwerk wieder einzuführen, um die Verwerfungen, die die Abschaffung der Meisterpflicht 2004 verursacht hat, zu beseitigen,“ argumentiert er. Die Debatte um den Meisterzwang wird noch zahlreiche kontroverse Debatten auslösen. Von Wolfram Hülscher