26. Juni 2019

Gebäudeenergiegesetz in der Kritik

Foto: Pixabay

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Das Gebäudeenergiegesetz wird von der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) kritisiert. Es mangele an Verbraucherfreundlichkeit und Transparenz, zudem sollten Energieausweise für Verbraucher verständlich und vergleichbar sein.

Mit dem Gebäudeenergiegesetz möchte die Bundesregierung ihren Weg fortsetzen, bis 2050 einen klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen. Mit dem aktuellen Gesetzentwurf verpasst sie jedoch nicht nur die Ziele der Energiewende, sondern benachteiligt auch Verbraucherinnen und Verbraucher, meint die VZBV. Energieeffiziente Gebäude sind ein wichtiger Baustein der Energiewende. 40 Prozent des Energieverbrauchs in Deutschland und etwa ein Drittel der CO2-Emissionen entfallen auf den Gebäudesektor. Doch der Gesetzentwurf lässt aus Sicht des vzbv jegliche Ambitionen vermissen, die Dekarbonisierung im Gebäudesektor voranzutreiben. Der Neubaustandard für Wohngebäude spart Null Tonnen CO2 im Vergleich zu 2016 ein.

 Mehr Sicherheit für Bauherren

Laut dem vzbv wird Bauherren nicht deutlich gemacht, was sie beachten sollen. „Private Bauherren brauchen Planungssicherheit beim Neubau. Der Gesetzentwurf setzt aber keine neuen Maßstäbe für energieeffiziente Gebäude. Es ist unklar, ob die EU-Kommission den seit 2016 geltenden Neubaustandard weiter akzeptiert. In der Folge kann das zu höheren Kosten für Verbraucher führen und Investitionen in dringend benötigte Neubauten hemmen“, sagt Franz Michel, Referent für Energieeffizienz und Bauen beim vzbv. Es wird abzuwarten sein, wie die Verordnung angenommen wird. Von Wolfram Hülscher