17. Juli 2019

Baugenehmigungen hinter Vorjahr

Foto: Pixabay

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Der Zentrale Immobilien Ausschuss e.V. (ZIA) fordert mehr Aktivitäten beim Bau. Laut dem Statistischen Bundesamt wurden weniger Baugenehmigungen ausgestellt.

Wohnungsnot bleibt in der Bundesrepublik ein Thema.  Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) wurde von Januar bis Mai 2019 in Deutschland der Bau von insgesamt 136 300 Wohnungen genehmigt. Dies seien 2,4 Prozent weniger Baugenehmigungen als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Zahl der genehmigten Mehrfamilienhäuser sei sogar um 4,1 Prozent gesunken.  „Die neuesten Zahlen aus dem Statistischen Bundesamt zeigen einmal mehr: Wir brauchen endlich handfeste Maßnahmen zur Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum“, sagt Klaus-Peter Hesse, Sprecher der Geschäftsführung beim ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft.

Zukunftsfähig planen

Der Sprecher der Geschäftsführung fordert mehr Aktivitäten bei Baustellen. „Bürokratische Stolpersteine müssen abgebaut und die Digitalisierung in den Bauämtern vorangetrieben werden. Insbesondere für Kommunen würde mit der Digitalisierung eine deutliche Entlastung einhergehen – in Zeiten des Fachkräftemangels ein ganz entscheidender Faktor. Die wertvollen Ansätze aus der Baulandkommission müssen jetzt auch konsequent umgesetzt werden, um das Planen und Bauen zu beschleunigen und Bauland zu mobilisieren. Weitere Regulierungsideen stehen dem gemeinsamen Ziel im Weg. Sämtliche Prozesse rund um die Grundstücksvergabe, die Baulandausweisung und die Baugenehmigungs- und Planungsverfahren müssen vereinfacht werden. Dann sehen wir hoffentlich auch bald positivere Zahlen aus dem Statistischen Bundesamt“, so Hesse. Es wird spannend bleiben, wie das Problem gelöst werden wird. Von Wolfram Hülscher