26. Juli 2019

Stuckateur-Azubis bleiben Mangelware

Engagierte Jungstuckateure sind schwer zu finden. Foto: Grund-Ludwig

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In vielen Bauberufen steigt die Zahl der Auszubildenden. Die Stuckateure können von diesem steigenden Zuspruch für Bauberufe noch nicht profitieren. Zum 30. Juni 2019 waren 842 Lehrlinge in einer Stuckateursausbildung. Im Vorjahr waren es zum 30. Juni noch 903 Auszubildende.

Lauf der Ausbildungsstatistik der Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft (SOKA-BAU) waren zum Stichtag 30. Juni 2019 bundesweit 35.785 Ausbildungsverhältnisse registriert. Das entspricht einem Plus von 5,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (Stichtag 30. Juni 2018). Besonders stark stiegen die Ausbildungsverhältnisse in den neuen Bundesländern. Hier liegt das Plus bei 12,4 Prozent (4.570 Ausbildungsverhältnisse). Aber auch in den alten Bundesländern hält der Anstieg an; hier kann ein Plus von 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet werden (30.650 Ausbildungsverhältnisse).

Die positive Entwicklung gilt auch beim Blick auf die Lehrlinge im ersten Lehrjahr. So hat sich deren Zahl um 5,4 Prozent auf 10.887 Ausbildungsverhältnisse erhöht. Zeitgleich stieg die Zahl der Ausbildungsbetriebe leicht: Waren es im Vorjahr noch 14.458 Unternehmen, bilden zum Stichtag 30. Juni 2019 14.458 Betriebe aus, was einem Plus von 1,4 Prozent entspricht.

„Dass die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen steigt, zeigt, dass die Baubranche ihre Hausaufgaben macht und für mehr Kapazitäten sorgt. Die mittelständischen Betriebe des Baugewerbes schultern hier die Hauptlast: Vier von fünf Lehrlingen werden in einem baugewerblichen Unternehmen ausgebildet. Somit sorgen wir nicht nur dafür, dass mehr Wohnungen gebaut, Brücken saniert und Häuser gedämmt werden können, sondern leisten auch einen gesellschaftlichen Beitrag, um jungen Menschen einen attraktiven Berufseinstieg zu ermöglichen,“ so Felix Pakleppa vom Zentralverband des Deutschen Baugewerbes. von Pia Grund-Ludwig