24. September 2019

Kritik vom Hauptverband der Deutschen Bauindustrie


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Die Bauindustrie kritisiert den Stand vom Klimapaket. Positiv wäre die steuerliche Förderung, ein ganzheitlicher Ansatz würde jedoch fehlen. 

Die Bauindustrie kritisiert das Klimapaket als wenig hilfreich für Bauherren. „Dass die Bundesregierung nun endlich die steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung in Angriff nimmt, ist ein gutes Zeichen“, kommentiert Dieter Babiel, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, das Klimaschutzpaket der Bundesregierung. „Besonders erfreulich ist die Förderung der seriellen Sanierung, denn um die notwendige Erhöhung der Sanierungsquote unseres Gebäudebestands zu erreichen, braucht es attraktive, effiziente und vor allem großmaßstäbliche Lösungsansätze. Serielle und industrielle Bauweisen können hier einen wichtigen Beitrag leisten“, so Babiel weiter. Doch die Regierung müssen zügig bessere Bedingungen schaffen. Der Quartiersansatz müsse auf einen Portfolioansatz erweitert werden um räumlich zusammenhängende Gebäudebestände gemeinsam zu renovierenund Wohnungen zu schaffen.

Rahmenbedingung für Verbesserung produzieren

Auch weitsinnigeres Handeln würde von Bedeutung sein. „Der Fokus muss endlich vom Wohnungsbau auf alle anderen Gebäudetypologien erweitert werden. Umfassende Servicepakete könnten die komplette Projektabwicklung von der Bestandsaufnahme über das Mietermanagement bis zur Betriebsaufnahme beinhalten. Hierfür hat die Bauindustrie Lösungen parat“, fügt Babiel hinzu. Zu bedauern sei, dass keine steuerliche Förderung für kommerziell genutzte und vermietete Gebäude vorgesehen ist. „Hier lässt die Bundesregierung Einsparpotenzial liegen. Der benötigte Sanierungsschub auch bei Nicht-Wohngebäuden bleibt damit aus“, so Babiel abschließend. Insgesamt sollte Bauen mehr gefördert werden um den Wohnungsdruck zu verhindern.

Redaktion: Wolfram Hülscher