22. Oktober 2019

Wohnungsbaugenehmigungen sind rückläufig

In Deutschland wird weniger gebaut. Foto: Pixabay

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Die Bauindustrie kritisiert die rückläufige Anzahl von Baugenehmigungen. Gerade in Zeiten von Wohnungsnot müsste mehr gebaut werden. 

Die Bauindustrie kritisiert mangelndes Engagement der Politik. „Wir sind von der Bilanz der ersten acht Monate dieses Jahres ziemlich enttäuscht. Insbesondere der Rückgang im Mehrfamilienhausbau sollte - mit Blick auf die anhaltende Wohnungsknappheit in unseren Großstädten - für die Politik ein Warnruf sein“, sagt Dieter Babiel, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie. „Die anhaltende Diskussion über Enteignung und Mietendeckel könnte dazu führen, dass sich der Rückgang der Genehmigungen auch in den kommenden Monaten fortsetzen wird. Denn damit kurbelt man den Wohnungsbau nicht an“, sagt Babiel weiter. Dadurch würde bloß erreicht, dass sich Investoren zurückziehen würden. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes sind in den ersten acht Monaten der Bau von 116.000 Neubauwohnungen genehmigt worden, 3,5% oder 4.200 Wohnungen weniger als im vergleichbaren Zeitraum des vergangenen Jahres.

Mehr Bauen ist wichtig

 Insgesamt sei der Neu- und Umbau von 228.500 Wohnungen genehmigt worden, das sei ein Rückgang von 2,5 % bzw. 5.900 Wohnungen sagt Babiel. Der von der Politik eingeschlagene Weg sei nicht richtig. „Es müssen vorgeschlagene Lösungen umgesetzt werden: Ausweisen von zusätzlichem Bauland, Aufstockung von Gebäuden innerstädtisch, Erhöhung der Planungskapazitäten in den Kommunalverwaltungen und Vereinheitlichung der Landesbauordnungen. Das würde die Probleme beheben und für mehr (bezahlbaren) Wohnraum sorgen“, sagt Babiel. Auch der Wohnungsbau soll schneller und effizienter gestaltet sein. Der Verband will auf einen Durchbruch beim seriellen und modularen Wohnungsbau setzen, auch beim Stichwort Typengenehmigung und Partnerschaftsmodelle. „Damit verkürzt der serielle Wohnungsbau nicht nur die Planungs- und Bauzeit, sondern kann auch zur Kostensenkung beitragen und die Bauverwaltungen entlasten“, sagt Babiel. Dass Wohnungsbau aktuell wichtig ist sollte klar sein.

Redaktion: Wolfram Hülscher