07. November 2019

Fachveranstaltung zur digitalen Unterstützung der Berufsbildung

Melinda-Fachveranstaltung am 30.10.19 in Rutesheim. Foto: Kompetenzzentrum Ausbau und Fassade

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Jahrelang haben im Rahmen des Projekts Melinda (Medienunterstütztes Lernen und Innovation in der handwerklichen Arbeit) Handwerk und Wissenschaft zusammen gearbeitet. Ziel soll eine digitale Unterstützung des beruflichen Lernens in Bau- und Versorgungstechnik sein. Unterstützt wurde das Team durch Fachdidaktiker der Technischen Universität Berlin. Das Projekt wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und den Europäischen Sozialfonds gefördert, Ergebnisse wurden in Rutesheim gezeigt.

Nach beinahe vier Jahren Zusammenarbeit kann das Projekt Melinda (Medienunterstützes Lernen und Innovation der handwerklichen Arbeit) Ergebnisse vorweisen, welche fürs Handwerk relevant sind. Zum Abschluss der Förderphase wurden am 30.10.2019 im Branchenzentrum Ausbau und Fassade in Rutesheim die Ergebnisse einem großen Kreis von Interessenten aus verschiedenen Institutionen in einer Fachveranstaltung vorgestellt. Diese Ergebnisse treffen den aktuellen Bedarf. Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), schreibt es sei „überdeutlich, dass die Digitalisierung mittlerweile zum Treiber in der beruflichen Bildung geworden ist. Sie ist auf allen Ebenen angekommen: Sie hat Auswirkungen auf nahezu alle Aus- und Fortbildungsberufe, sie verändert Aufgaben und verlangt neue Qualifikationen und Kompetenzen. Ihr Einfluss auf Lehr- und Lernmethoden ist nicht zu übersehen und sie geht auch an den Lernorten der beruflichen Bildung – Betrieben, Berufsschulen und überbetrieblichen Bildungszentren – nicht spurlos vorbei.“ Deshalb werden Digitalisierungsthemen allgemein und berufsbezogen, der Einsatz von digitalen Medien und Tools als Lernmethode sowie die Verwendung von digitalen Medien und Tools bei der Bauausführung auch bei der anstehenden Neuordnung der 19 Berufe der Bauwirtschaft eine zentrale Rolle spielen, wie Klaus-Dieter Fromm, Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes, bei der MELINDA-Fachveranstaltung äußerte.

Aus Theorie wird Praxis

In den fünf Melinda-Teilprojekten wurden Konzepte und digitale Anwendungen entwickelt und erprobt, die nun in den Lehrgängen und Seminaren der beteiligten Projektpartner eingesetzt werden. Nach Absprache und Vereinbarung können sie auch von anderen Berufsbildungseinrichtungen adaptiert oder übernommen werden. Alle Melinda-Entwicklungen sowie Ergebnisse aus weiteren Projekten sind in dem soeben im Universitätsverlag der Technischen Universität Berlin erschienenen Buch „Berufsbildung am Bau digital. Hintergründe – Praxisbeispiele – Transfer“ ausführlich beschrieben. Das Projekt startete am 01.05.2019, Partner sind das Kompetenzzentrum in Rutesheim, das Kompetenzzentrum Elementiertes Bauen in Bühl, das Kompetenzzentrum im Berufsbildungs- und Technologiezentrum Osnabrück sowie das Kompetenzzentrum des Zimmerer- und Holzbaugewerbes Kassel. Die Seminare sollen auch ein Beitrag zur Digitalisierung werden.

Quelle: Branchenzentrum Ausbau und Fassade/wh