12. November 2019

Unternehmer drängen zu schnellerer Umsetzung von Förderung energetischer Sanierungen

Eine umfassende energetische Sanierung muss in der Bundesrepublik fortgesetzt werden. Foto: Pixabay

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Am 08.11.2019 beriet sich der Bundesrat über eine steuerliche Förderung energetischer Gebäudesanierungen. Eine schnelle und sichere Umsetzung der Energiewende wird nach Ansicht diverser Verbände nur durch steuerliche Förderungen möglich sein. Bund und Länder müssen sich einigen. Profitieren sollen Bauherren genauso wie das Handwerk.

Die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e. V. (DENEFF) betont, dass es auf eine schnelle und sichere Umsetzung des Vorhabens der Klimawende ankomme. Besonders wichtig soll die energetische Sanierung privater Gebäude sein. Unter den Maßnahmen des Klimapakets sei die Steuerförderung die wichtigste für eine erfolgreiche Energiewende und wirksamen Klimaschutz im Gebäudesektor. Das Vorhaben scheiterte in der Vergangenheit jedoch mehrfach an mangelnder Vermittlung zwischen den Interessen von Bund und Ländern. Daher appelliert die DENEFF an die Bundesregierung, schnell eine Lösung mit den Ländern zu finden, damit die Steuerförderung am 01.01.2020 in Kraft treten kann.

Mehr Nutzen für alle Beteiligten

Nach Ansicht der DENEFF wäre eine Förderung für alle Beteiligten sinnvoll. „Die energetische Modernisierung von Wohngebäuden ist Daseinsvorsorge und ein entscheidender Faktor für Klimaschutz, Energiesicherheit, Wohlstand und Beschäftigung in Deutschland. Die Steuerförderung ist seit Jahren überfällig. Es ist jetzt an der Bundesregierung, eine schnelle Einigung mit den Ländern zu erzielen, um Deutschlands Hausbesitzer nicht weiter im Regen stehenzulassen,“ sagt Christian Noll, geschäftsführender Vorstand der DENEFF. Denn Gebäude verursachen rund ein Drittel der CO2-Emissionen in Deutschland. Um energiebedingte Emissionen herunterzufahren, müssen vor allem ältere Bestandsgebäude energetisch ertüchtigt werden. Daher brachte die DENEFF nach eigenen Angaben bereits 2011 einen Vorschlag zur Umsetzung der steuerlichen Förderung energetischer Gebäudemodernisierungen ein. Zuletzt hat sie gemeinsam mit über 40 Verbänden die entsprechende Initiative der Landesregierungen von NRW und Bayern unterstützt und weitere Bundesländer zur aktiven Unterstützung aufgerufen. Zu dem Bündnis gehören die Bundesarchitektenkammer, der Bundesverband Albauerneuerung, der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, die Allianz BIPV ebenso wie der BUND oder die ZIA. Handeln seitens der Regierung wird also von zahlreichen Beteiligten gefordert.

Redaktion: Wolfram Hülscher