26. November 2019

Knauf Außenwand Kongress informierte über zukünftige Fassadenlösungen


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Einen spannenden Blick auf das Thema Fassade bot der Knauf Außenwand Kongress am 7. November im Berliner Congress Center. Knapp 70 Architekten und Planer informierten sich über zukunftsweisende Fassadenlösungen in Leichtbauweise mit dem innovativen System Knauf Außenwand. 

Bereits zum 3. Mal lud Knauf Anfang November seine Partner aus Architektur, Planung und Fachhandwerk zum Außenwand Kongress ein. Knapp 70 Gäste ließen sich im Berliner Congress Centrum von den Experten der Knauf Gruppe sowie von externen Fassadenspezialisten über neue Wege im Fassadenbau, leistungsfähige Lösungen mit Leichtbaukonstruktionen und außergewöhnliche Möglichkeiten in der Fassadengestaltung informieren und inspirieren. Im Mittelpunkt stand das innovative Komplettsystem Knauf Außenwand. Die Bauweise steht für schlanke, leichte, wirtschaftliche, vielseitig gestaltbare und zugleich besonders robuste Konstruktionen nach dem Vorbild des im Innenbereich etablierten Trockenbaus. „Fassaden neu denken“ lautete der Titel des Eröffnungsvortrags von Wolfgang Priedemann (wp consult Berlin). Der international anerkannte Fassaden-Fachmann regte auf eindringliche Weise zum Nachdenken über neue Wege im Fassadenbau an. Im Klimawandel sowie in der zunehmenden Lärmbelastung in Städten sieht er zwei entscheidende Faktoren, denen mit noch effizienteren Fassadenkonstruktionen begegnet werden muss. Ein leistungsfähigerer Wärme- und Schallschutz wird dabei eine der zentralen Aufgaben sein. Gelingen kann dies, so Priedemann, mit neuen konstruktiven Lösungen und innovativen Baustoffen. Anstelle von monolithischen Bauweisen, etwa aus Mauerwerk oder Beton, können dies Fassadenlösungen in Leichtbauweise sein, die in der Lage sind, unterschiedliche Funktionen wie Schall- und Brandschutz zu integrieren.

Vielfältige Möglichkeiten beim Einbauprozess

Wie solche Lösungen konkret aussehen können, zeigte Andreas Hensel, Architektenberater bei Knauf, anhand zahlreicher mit dem Knauf Außenwand-System umgesetzter Projekte. Die Beispiele belegen die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten, die mit der innovativen Leichtbautechnologie von Knauf möglich sind. Auf Basis der Knauf Aquapanel-Technologie mit zementgebundenen Bauplatten lassen sich Gebäudehüllen mit hervorragenden bauphysikalischen und statischen Parametern umsetzen. Diese bieten nahezu unbegrenzte Möglichkeiten in Hinsicht auf Gebäudegeometrie und Oberflächengestaltung. Dank ihrer Flexibilität, der guten bauphysikalischen Eigenschaften und des geringen Gewichtes eignet sich die Bauweise für Neubauprojekte wie auch für Sanierungen, Aufstockungen und Nachverdichtungen. Michael Weyers, Leiter der Produkt- und Systemtechnik bei der Knauf Aquapanel GmbH, stellte die unterschiedlichen Ausführungsvarianten und Systemaufbauten der Knauf Außenwand mit ihren technischen Kennwerten im Detail vor. Er beschrieb anschaulich die Vorteile gegenüber massiven Konstruktionen, etwa in Bezug auf Gewicht, Wanddicke, Wärme- und Schallschutz oder Flächengewinn. So bringt beispielsweise eine als Doppelständerkonstruktion ausgeführte Außenwand eine Gewichtseinsparung von 85 % gegenüber einer Wandkonstruktion mit Betonfertigteilen. Auch die Bauzeit lässt sich durch den Einsatz einer Knauf Außenwand um ca. 25 % reduzieren. Einen besonderen Fokus legte Michael Weyers auf die bauphysikalischen Kennwerte, die zur Bemessung jeder Außenwand notwendig sind, wie etwa Standsicherheit, Wärmeschutz, Schallschutz, Brandschutz und Korrosionsschutz.

Fassaden individueller Planen und Bauen

Noch tiefer in die ingenieurstechnischen Details von Leichtbaufassaden ging Meike Töllner, Professorin an der Fakultät für Holztechnik und Bau der Technischen Hochschule Rosenheim. Die Expertin für Stahlbau und Tragwerksplanung war maßgeblich an der Entwicklung der Befestigungslösungen für das Knauf Außenwand-System beteiligt. Sie belegte eindrucksvoll die hohe technische Leistungsfähigkeit des Leichtbausystems anhand zahlreicher Planungsvorhaben. Gerade bei anspruchsvollen statischen Herausforderungen, etwa bei Überständen oder Auskragungen, bietet die leichte Bauweise entscheidende Konstruktionsvorteile.  Eine mögliche Ausführungsvariante für Oberflächen im Knauf Außenwand-System stellen Klinkerriemchen dar. Was mit innovativen Produkten und Techniken alles machbar ist zeigte Jörg Breier, Vertriebsleiter bei der Feldhaus Klinker Vertriebs-GmbH. Seine Beispiele verdeutlichten den großen Gestaltungsspielraum, den diese Technologie bietet. Anhand zahlreicher Objekte lieferte er den Architekten und Planern jede Menge Inspiration, wie sich Fassaden durch die Kombination unterschiedlicher Verlegevarianten sowie individueller Farb- und Fugenausbildungen gestalten lassen. „Fassaden als urbane Oberflächen“ lautete der Vortragstitel des renommierten Architekten Jürgen Mayer H. vom Büro MAYER H. und Partner. In einer außergewöhnlichen Projektschau führte er die Zuschauer anhand beeindruckender Beispiele durch den Entwurfsprozess ausgewählter Objektbauten. Als immer wiederkehrendes Stilelement prägen organische Elemente sowie eine skulpturale Formensprache mit fließenden Übergängen seine vorgestellten Entwürfe. Mit seinem inspirierenden Vortrag regte er die Teilnehmer an, neue Wege in der Ausgestaltung von Fassaden zu wagen. Leichtbaufassaden gewinnen auch im Stuckateurhandwerk an Interesse.

Quelle: Knauf/wh