02. Dezember 2019

Bildungszentren des Baugewerbes e. V. feiern 40-jähriges Bestehen

Rund 130 Gäste versammelten sich, um das 40-jährige Bestehen der Bildungszentren des Baugewerbes e. V. zu feiern. Foto: BZB

Anzeige

Die Bildungszentren des Baugewerbes e. V. (BZB) mit den Standorten in Krefeld, Düsseldorf und Wesel engagieren sich seit 40 Jahren für die Aus- und Weiterbildung in der Bauwirtschaft. Unter dem Motto „Tradition und Moderne verbinden“ feierte die BZB das Jubiläum am 27. November in Krefeld mit einem Tag der offenen Tür für Schulen und einem Festprogramm.

Dass das Gewinnen von Nachwuchs wichtig ist ist allen in Baubranche bekannt. Daher das Jubiläumsprogramm am Vormittag mit einem Tag der offenen Tür für rund 150 Schülerinnen und Schüler. Mit einem Parcours unter der Überschrift „Zeitreise Bau“ präsentierten sich an zehn Stationen die verschiedenen Gewerke und animierten zum Mitmachen und Ausprobieren. „Digitale“ Angebote machten 3D-Planung, -Modellierung und -Druck sowie Baumaschinen-Simulationen erlebbar.

Rückblick auf 40 Jahre Bau-Bildung

Am Nachmittag ging die Jubiläumsveranstaltung für rund 130 Mitarbeitende, Bauunternehmer, Verbandsmitglieder und Partner der BZB weiter. BZB-Vorstandsvorsitzender Rolfgeorg Jülich erinnerte in seiner Begrüßungsrede an 40 Jahre BZB-Geschichte. 1979 gründeten 17 Innungen im Kammerbezirk Düsseldorf die „Trägergemeinschaft Bildungszentren Bau e. V.“. Ziel war es, eine optimalere überbetriebliche Lehrlingsunterweisung für die Stufenausbildung Bau auszuführen. „Die BZB haben in 40 Jahren Höhen und Tiefen durchlebt, sich aber immer wieder den Herausforderungen gestellt“, fasste Jülich zusammen.

Ein multifunktionaler Bildungsdienstleister entsteht

Mit Grußworten gratulierten Krefelder Oberbürgermeister Frank Meyer, Dr. Axel Fuhrmann als Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Düsseldorf und Hermann Schulte-Hiltrop, Hauptgeschäftsführer der BAUVERBÄNDE.NRW zum Jubiläum. Die Bedeutung einer guten Ausbildung im Baugewerbe stellte Oberbürgermeister Frank Meyer insbesondere in den Vordergrund. „Wenn Straßen und Häuser gebaut werden, dient dies nicht nur dem ausführenden Unternehmen, sondern vor allem der Öffentlichkeit“, stellte er heraus. Beispielsweise investiere die Stadt Krefeld derzeit 170 Millionen Euro in Schulen, hauptsächlich in Bauleistungen. Auf die vielfältigen Tätigkeitsbereiche und die gute Zusammenarbeit mit den BZB gingen die Grußwortredner Fuhrmann und Schulte-Hiltrop ein. Ein breites Portfolio, einschließlich Weiterbildung, Berufsorientierung, Qualifizierungen, internationaler Projekte und Auslandsaufenthalte, sogenannter Lehrlings-Mobilitäten, zeichne die BZB aus. „Die BZB sind im In- und Ausland zu einem Botschafter des deutschen Bauhandwerks geworden“, so das Fazit von Fuhrmann. Und dies ist notwendig, denn 150.000 gewerbliche Mitarbeiter/innen gehen in den nächsten zehn Jahren in Rente – Nachwuchskräfte sind gefragt. „Wir brauchen die engagierten und top-ausgebildeten Fachleute, die das BZB uns liefert und sind dankbar dafür“, ergänzte Schulte-Hiltrop.

Von Ausbildung bis zur Künstlichen Intelligenz

In einer anschließenden Talkrunde spannte sich der Bogen von der Ausbildung über Innovationen und Digitalisierung bis zu Zukunftsthemen wie Künstlicher Intelligenz. Die vier Talkgäste Professor Dr. Michael Heister vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Bauunternehmer Kai Buschhaus, Stuckateur-Gesellin und Meisterschülerin Nathalie Nolden und BZB-Geschäftsbereichsleiter Markus Crone berichteten von ihren persönlichen Einblicken in das Thema „Bildung Bau“.

Mehr Kompetenz dank dem Team

Im Schlusswort gab BZB-Geschäftsführer Thomas Murauer einen persönlichen Rückblick. „Die BZB haben sich in 40 Jahren immer wieder neu erfunden. Wir sind ein komplexes Konstrukt und das ist auch gut so“, betonte Murauer. Das Entscheidende seien die Mitarbeitenden, die eine große Kompetenz und viel Erfahrung mitbringen – die wichtigste Grundlage für das Bestehen der BZB seit 40 Jahren. Erst das persönliche Engagement ermöglicht Erfolg.

Redaktion: Wolfram Hülscher