14. Januar 2020

SAF macht sich stark für Klimaschutz

Rainer König, 1. Vorsitzender SAF. Foto: Pia Grund-Ludwig

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Der Fachverband der Stuckateure für Ausbau und Fassade (SAF) hat zu Jahresbeginn nicht nur seine Delegierten versammelt, sondern für den Nachmittag auch noch eine öffentliche Veranstaltung samt Podiumsdiskussion zum Thema "Unser Handwerk für Klimaschutz" organisiert.

Der erste Vorsitzende des SAF, Rainer König, begrüßte seine Delegierten wohlgelaunt. Die Auftragslage sei gut, was die Branche belaste sei der graue Markt, der weiter zunehme. Von fairen Bedingungen könne keine Rede sein, das habe man auch bei der Landesvereinigung Bauwirtschaft  erfolgreich und pressewirksam zum Thema gemacht. Das sei ein gutes Zeichen, so König, man höre wieder mehr auf Handwerk und Mittelstand. Positiv stimmte König auch die Ankündigung aus Berlin zum Jahresanfang, dass es Steuerförderung für Gebäudesanierung endlich geben wird, das sei "ein schönes Geschenk."

Er mahnte zudem, Umweltgedanken stärker zu berücksichtigen. So könne es nicht sein, dass Gips einerseits knapp werde und man ihn andererseits als Bauschutt deponiere. "Das muss zurück in den Kreislauf."

Der Klimaschutz solle 2020 stärker im Mittepunkt stehen, der SAF will ihn auf der Jahrespressekonferenz der Landesvereinigung Bauwirtschaft zum Thema machen. König forderte auf, damit auch bei potentiellen Auszubildenden zu punkten: "Geht ins Handwerk, dann macht Ihr etwas für den Klimaschutz", so sein Argument. Das unterstrichen auch die Beiträge der drei jungen Ausbaumanagerinnen und Ausbaumanager, die der SAF auf seiner Tagung zu Wort kommen ließ. Christin Dreher, David Hinterschweiger und Yaron Okle berichteten von ihren Zugängen zum Klimaschutz und über die Vorstellungen der jungen Generation. "Es liegt oft nicht daran, dass der Wille fehlt, sondern an der hohen Komplexität" betonten die drei in ihrer differenzierten Stellungnahme. Yaron Okle stellte den Delegierten die Frage, was denn genau der Beitrag von Stuckateuren sein können. "Den eigenen Gebäudebestand optimieren" und "weniger als 100 Kilometer zu den Auftraggebern fahren" waren spontane und mit Beifall quittierte Vorschläge. pgl