17. Januar 2020

Baufachkongress startet mit über 1400 Besuchern

Heiko Werf eröffnet den Baufachkongress. Foto: Pia Grund-Ludwig

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Heiko Werf, Geschäftsführer von Baumit Deutschland, zog zum Baufachkongress eine sehr positive Bilanz. 2019 stand ein Umsatz von 229 Millionen Euro in den Büchern. Die Integration von Schaefer Krusemark sei erfolgreich abgeschlossen, berichtete Werf weiter.

Baumit konnte Marktanteile gewinnen und durch die Integration der Firma Schaefer Krusemark weiteres Wachstum generieren. Hervorzuheben sei der Zugewinn bei hochwertigen Produkten sowie leichte Steigerungen im WDVS-Bereich, der sich stabilisiert hat und wieder zunimmt. Weiterhin sehr erfreulich ist die anhaltend starke Nachfrage nach Produkten aus dem Bereich Gesünder Wohnen. "Hier ist die Nachfrage steigend", berichtete Werf. Man habe Eco-Zertifikate für mittlerweile über 60 Produkte, berichtete Marketingleiter Sebastian Rettke.

Das Unternehmen  blickt optimistisch ins neue Jahr. Trotz unterschiedlicher Aussagen der Marktforschungsinstitute sehen die Verantwortlichen in allen Bereichen ein leichtes bis stabiles Wachstum. "Es freut uns, wenn es nicht in Richtung Masse, sondern auch in Richtung Klasse geht", sagte Werf. Im Vergleich zu den Vorjahren ist eine Steigerungsrate im Bestandsbau und in der Sanierung zu erwarten, unter anderem durch das aktuell verabschiedete Klimaschutzprogramm. "Wir sind froh über die Steuerförderung und erhoffen uns ein zusätzliches Plus in der Renovierung", resümierte Helmut Batscheider, Geschäftsbereichsleiter Vertrieb bei Baumit.

Einen Engpass sieht das Unternehmen noch stärker als in den vergangenen Jahren, in den begrenzten Kapazitäten der Fachhandwerker. Um die Klimaziele zu erreichen, seien bis 2050 215.000 neue Jobs im Bau notwendig, zitierte Werf eine Studie des Forschungsinstituts für Wärmeschutz in München. Markthemmnisse sind weiterhin steigende Kosten, unter anderem  im Bereich Logistik und Rohstoffe. Realistisch sei deshalb lediglich die Fertigstellung von 300.000 Wohneinheiten pro Jahr, so Batscheider. Einstellen müsse man sich auch auf knapper werde Rohstoffe, so Geschäftsführer Peter Sarantis. Bei Sanden beispielsweise sichere man sich über langfrstige Verträge und eigene Gruben ab. von Pia Grund-Ludwig