05. Februar 2020

Preis für Stuckateure in der Schweiz


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Unter dem Dach Appli-Tech vergeben der Schweizerische Maler- und Gipserunternehmer-Verband SMGV sowie die Messe Luzern AG einen „Schweizer Preis für Putz und Farbe“. Ziel der Auslober ist die Zusammenarbeit von Fachleuten aus Planung und Handwerk zu stärken sowie den Einsatz von Putz und Farbe als architekturprägende Elemente zu beachten. 

Der „Schweizer Preis für Putz und Farbe“ ist eine Weiterentwicklung des 2015 und 2018 erfolgreich durchgeführten Innovationswettbewerbs „Farbe – Putz – Dämmung“. „Wir haben den bisherigen Wettbewerb weiterentwickelt, um ihn noch breiter abstützen zu können“, sagt Ursula Gerber, die Messeleiterin der Appli-Tech. Denn es sind nicht wie bisher vorgegebene Aufgabenstellungen zu lösen, sondern es können konkret umgesetzte Projekte eingereicht werden. Mehr denn je bildet die Appli-Tech als Fachmesse für die Maler- und Gipserbranche, für Trockenbau und Dämmung daher die perfekte Plattform, um das kreative Potenzial in diesem Bereich aufzuzeigen. So zeichnet der neu lancierte Preis ausgeführte Bauten und Raumkonzepte aus, die einen differenzierten, nachhaltigen und qualitätvollen Umgang mit Putz und Farbe zeigen. Die Auslober schreiben den «Schweizer Preis für Putz und Farbe» für Teams aus, die aus Handwerkern und Planern zusammengesetzt sind und von Industriepartnern unterstützt werden können.

Preis soll Gemeinschaft schaffen

Mario Freda, SMGV-Zentralpräsident, ist von dieser neuen Ausrichtung überzeugt. „Wir wollen die Zusammenarbeit von Fachleuten aus Handwerk und Planung weiter fördern und den Einsatz von Putz und Farbe in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit rücken. Der neue Preis ist näher an der Praxis und ermöglicht den teilnehmenden Teams einen einfacheren Zugang“, sagt Freda.

Knapp ein Jahr vor der appli-tech 2021 fand am Mittwoch, 29. Januar 2020 ein Informations-Event zum Preis statt. Jurymitglieder würdigten bei dieser Gelegenheit den neuen Preis. Stefan Cadosch, Präsident SIA Schweiz / Cadosch & Zimmermann Architekten, Zürich, meinte: „Wir brauchen diese Auszeichnung, um kluge Lösungen für den Umgang mit Putz und Farbe zu prämieren. Vielfältig anwendbar, traditionell verankert und materialtechnologisch weiterentwickelt, prägen diese Baustoffe und Systeme die Identität unzähliger Fassaden und Innenräume.“ Pinar Gönül, blgp architekten, Luzern, ist ebenfalls überzeugt: „Die grenzenlose Vielfalt der Gestaltung von verputzten Oberflächen im Bauen ist noch lange nicht ausgeschöpft.“ Viele traditionelle Putztechniken seien in Vergessenheit geraten, neue Möglichkeiten harrten der Entdeckung. Ihr Jurykollege Hartmut Göhler, BGM ARCHITEKTEN, Basel, ergänzt: „Dieses Potenzial zu nutzen und unsere gebaute Umwelt auf hohem Niveau zu bereichern, ist die Aufgabe der Fachleute aus Architektur, Farbgestaltung und Handwerk.“

Anmeldung bis Ende Juni

Die Teams, bestehend aus mindestens einer Fachperson aus Planung (Architekt, Innenarchitekt oder Farbgestalter) und aus Handwerk (Maler- oder Gipserbranche), können sich bis am 30. Juni 2020 unter www.appli-tech.ch/putzundfarbe anmelden. Die Abgabe der Arbeit erfolgt bis am 30. September 2020. Die besten Arbeiten werden in einer Sonderschau an der Appli-Tech vom 3. bis 5. Februar 2021 präsentiert und die Preise werden im Rahmen des Architektur-Symposiums an der Appli-Tech am 5. Februar 2021 vergeben. Die Gesamtpreissumme beträgt 35'000 Franken.

Quelle: Messe Luzern, Appli-Tech/wh