07. Februar 2020

Farbenindustrie enttäuscht vom Geschäftsjahr 2019

VdL-Geschäftsführer Martin Kanert und VdL-Präsident Peter Jansen. Foto: VdL
VdL-Geschäftsführer Martin Kanert und VdL-Präsident Peter Jansen. Foto: VdL

Anzeige

Der Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie (VdL) sprach in einer Bilanz des Jahres 2019 von einem enttäuschenden Geschäftsjahr für Lacke und Farben. Die Segmente unterscheiden sich erheblich in der wirtschaftlichen Entwicklung. Der Absatz sinkt um 3 Prozent, Umsatz um 1,4 Prozent. 2020 verspreche allenfalls Seitwärtsbewegung, so der Verband.

Die Branche steht unter Druck und folgt damit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Bei der verkauften Menge erwartet der VdL für 2019 einen Rückgang um 3 Prozent auf 1.625 Tausend Tonnen Lacke und Farben. Dieser Rückgang wird sich voraussichtlich in abgeschwächter Form fortsetzen und in der Prognose für 2020 zu einem Verbrauch von 1.605 Tausend Tonnen führen. Der Umsatz der in Deutschland verkauften Lacke, Farben und Druckfarben ging 2019 gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Prozent zurück und betrug gut 5,33 Milliarden Euro. Im laufenden Jahr erwartet der VdL nur einen ganz leichten Anstieg auf knapp 5,35 Milliarden Euro.

Auch wenn das Maler- und Stuckateurhandwerk ein deutliches Plus verbucht – die Farbenhersteller können diesem Auftragsboom kaum folgen: Bei den Umsätzen bei den Bautenfarben im Profibereich inklusive Putze und Spachtel erwartet der VdL für 2019 eine Seitwärtsbewegung bei rückläufigem Volumen. Dabei nehmen die Umsätze der Innenwandfarben, Spachtel und Putze zu, während Fassadenfarben, Lacke und der Bereich Holzschutz einen deutlichen Rücklauf aufweisen.

Farben und Lacke für den Do-it-yourself-Sektor haben in der ersten Jahreshälfte zugelegt. Dieser Zuwachs ging in der zweiten Jahreshälfte verloren, so dass am Jahresende ein Rückgang im Volumen von 1 Prozent zu Buche steht. Auch hier haben die Innenwandfarben deutlich besser abgeschnitten, als die übrigen Segmente.

Der VdL prognostiziert für das Jahr 2020 einen weiteren mengenmäßigen Rückgang von 1,1 Prozent auf 824.000 Tonnen. Der Umsatz wird um 3 Millionen EUR auf 1.680 Millionen Euro zurückgehen. Quelle: VdL / pgl