19. März 2020

Energetische Gebäudesanierung wird weitergehend gefördert

Foto: Pixabay

Anzeige

Im Rahmen des aktuellen Klimapakets wurden steuerliche Vergünstigungen für energetische Sanierung beschlossen. Gefördert werden unter anderem auch Maßnahmen im Bereich Wärmedämmung, eine Erneuerung von Fenstern oder Außentüren, Lüftungsanlagen oder eine Erneuerung der Heizungsanlage.

Geregelt wird die Geldverteilung über das Einkommenssteuergesetz (EStG). Bis zu 40.000 Euro können für Aufwendungen der energetischen Maßnahmen von der Steuer subtrahiert werden, diese Steuererleichterungen sollen bis Ende 2029 gelten. Gefördert werden eine Wärmedämmung von Wänden, Dachflächen sowie Geschossdecken. Auch eine Erneuerung von Fenstern oder Außentüren wird gefördert. Eine Erneuerung einer alten Lüftung sowie ein Einbau einer neuen Heizung werden auch gefördert. Auch in Heizungsanlagen kann investiert werden. Der Einbau digitaler Systeme zwecks energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung und eine Optimierung bestehender Heizungsanlagen, sofern diese älter als zwei Jahre sind, sind förderfähig.

Rechtsverordnung regelt technische Anforderungen

In einer neuen Energetische-Sanierungsmaßnahmen-Verordnung (ESanMV) werden die Maßnahmen konkretisiert. Eine Förderung beträgt je Einzelmaßnahme 20 Prozent der Aufwendungen. Maximal sind 40.000 Euro für ein Gesamtobjekt drin. Wichtig ist, dass ein unter dem Begriff „Begünstigtes Objekt“ verwendetes Objekt selbst bewohnt wird. Die Bedingung gilt innerhalb der Europäischen Union oder dem Europäischen Wirtschaftsraum. Das Gebäude, an welchem die Sanierungsmaßnahmen vorgenommen werden, muss älter als zehn Jahre sein. Im Rahmen einer Einkommenssteuererklärung kann eine Maßnahme drei Jahre lang steuerlich begünstigt sein.

Durchführung durch Fachunternehmen zahlt sich doppelt aus

Voraussetzung für eine Förderung ist eine Ausführung der energetischen Maßnahmen durch ein zugelassenes Fachunternehmen. Zugelassen sind beispielsweise Fachunternehmen aus den Gewerken Stuckateurarbeiten, Maler- und Lackierungsarbeiten, Zimmer-, Tischler- und Schreinerarbeiten und Maurer- und Betonarbeiten. Steuerermäßigungen können bloß in Anspruch genommen werden, wenn dank einer amtlich ausgestellten Bescheinigung des ausführenden Fachunternehmens nachgewiesen wird, dass die Voraussetzungen erfüllt sind.

Weitere Erfordernisse sind wichtig zu beachten. Ein Auftraggeber muss eine Rechnung erhalten, welche die förderungsfähigen energetischen Maßnahmen, die Arbeitsleistung des Fachunternehmens und eine Adresse des Objekts enthält sowie in deutscher Sprache ausgefertigt wird. Eine weitere Voraussetzung ist, dass eine Zahlung auf das Konto des Leistungserbringers erfolgt ist. Dann wird eine Förderung wahrscheinlich, die Entsheidung erfolgt mit dem Steuerbescheid.

Die Förderung läuft zehn Jahre lang, dennoch bleibt diese auf Baumaßnahmen beschränkt, mit deren Durchführung am 1. Januar 2020 begonnen wurde sowie bis zum 31. Dezember 2029 abgeschlossen sein werden.

Redaktion: Wolfram Hülscher