23. März 2020

Bundesrat stimmt neuem Aufstiegs-Bafög zu


Anzeige

Der Bundesrat hat das neue Aufstiegs-Bafög des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG)  angenommen. Dadurch sollen Berufe im Handwerk aufgewertet werden. Finanziell bedeutet das einen Erlass des Darlehens für Lehrgangs- und Prüfungskosten von Existenzgründern. Erstmals wird eine höhere Berufsbildung einer akademischen Karriere gleichgestellt.

Weiterbildung durch das Aufstiegs-Bafög gewinnt an Bedeutung. Denn gerade im Stuckateurhandwerk wird Weiterbildung unerlässlich. Die Förderung erfolgt teils als Zuschuss, teils als zinsgünstiges KfW-Darlehen. Seit Bestehen des AFBG (1996) konnten so rund 2,8 Millionen berufliche Aufstiege zu Führungskräften, Mittelständlern und Ausbildern für Fachkräfte von morgen mit einer Förderleistung von insgesamt rund 9,2 Milliarden Euro ermöglicht werden. „Mit dem Beschluss des Bundesrates zum AFBG leisten auch die Bundesländer einen wichtigen Beitrag zur Wertschätzung der Höheren Berufsbildung. Mit der spürbaren finanziellen Entlastung von Handwerkerinnen und Handwerkern, die sich fortbilden wollen, wird ein wichtiger Schritt hin zur Gleichstellung von beruflichen und akademischen Abschlüssen geleistet“, sagt Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH). „Der 100-prozentige Zuschuss zum Lebensunterhalt für den Besuch von Vollzeitkursen sowie der Erlass des Darlehens für die Lehrgangs- und Prüfungskosten von Existenzgründern ist ein wichtiges Signal der Wertschätzung gerade für junge Handwerkerinnen und Handwerker“ sagt Schwannecke. Mit der künftigen Förderung von bis zu drei Fortbildungsabschlüssen würde eine jahrelange Forderung des Handwerks nun gesetzlich umgesetzt. Damit könne nicht nur die Fortbildungsbereitschaft positiv beeinflusst werden. Die Höhere Berufsbildung erhält erstmals eine förderpolitische Gleichwertigkeit mit der akademischen Bildung. Das Gesetz soll Anfang August in Kraft treten.

Quelle: ZDH/wh