30. März 2020

Verbindliche Regeln für staubarmes Arbeiten kommen

Regeln für staubfreies Arbeiten kommen. Foto: Adobe Stock

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Staub auf Baustellen wird als Gefahrenquelle für die Mitarbeiter immer noch häufig unterschätzt. Für Stuckateurbetriebe gibt es dazu bislang nur Empfehlungen der BG Bau, aber keine verbindlichen Regeln der Technik. Das will der Bundesvorstand des Bundesverbands Ausbau und Fassade ändern. Er hat eine Branchenregel vorbereitet.

Hans-Peter Reckert aus Ockenheim, Michael Binder aus Ingolstadt und Oliver Hartmann von den Bauverbänden NRW sind damit beauftragt worden, die für die Betriebe wichtige Branchenregel vorzubereiten. Abgabe war am 20. März 2020. Derzeit durchläuft der Entwurf eine Prüfung bei der Berufsgenossenschaft, um dann endgültig durch den Technischen Ausschusses des BAF beschlossen zu werden. Danach wird die Branchenregel Staub den Unternehmen zur Verfügung gestellt. Geplant ist das für den Herbst diesen Jahres.

Die zwischen den Sozialpartnern abgestimmte Branchenlösung beinhaltet das Schutzmaßnahmenkonzept für Stuck-, Putz- und Trockenbauarbeiten und beschreibt die Grundlagen zur Staubminimierung in den vorgenannten Handwerken gemäß den Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TGRS) 504 und  559. Die TGRS 504 behandelt den Schutz von Beschäftigten und anderen Personen bei Tätigkeiten, die einatembarem (E-Fraktion) und alveolengängigem (A-Fraktion) Staub ausgesetzt sein können. Alveolengängiger Staub ist besonders feiner und deshalb für die Lungen besonders gefährlicher Staub. Die TGRS 559 behandelt den Umgang mit mineralischem Staub. Der Umgang mit asbesthaltigem Staub wird in der jetzt erarbeiteten Branchenregel noch nicht erfasst. Hierfür sollen weitere Regeln folgen. Redaktion: Pia Grund-Ludwig