03. April 2020

Erste europäische Norm für 1-K-PU-Schäume in Kraft getreten

Die erste Norm für PU-Schaum definiert Prüfmethoden für Schaumausbeute, Ausdehnung, Ausbringung, mechanische Belastbarkeit und Dämmeigenschaften. Foto: PU-Schaum-Center

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Für PU-Schaum soll es einheitliche Standards geben. Dazu wurde eine europäische Norm erlassen. Die EN 17333 soll Qualitätseigenschaften unterscheidungsfähig machen. Dadurch soll eine fundierte Auswahl einfacher werden.

Die Hersteller einkomponentiger PU-Schäume, welche aktuell 90 Prozent des europäischen Marktes ausmachen, haben bereits vor einiger Zeit im Rahmen der FEICA (Verband der europäischen Kleb- und Dichtstoffindustrie) standardisierte Testmethoden entwickelt. Im März 2020 ist die erste europäische Norm für 1-Komponenten-PU-Schaumdosen in Kraft getreten. Das gab das PU-Schaum-Infocenter  bekannt. Die EN 17333 soll Käufern helfen, die Qualitätseigenschaften von PU-Schäumen zu vergleichen. Bislang konnte im Prinzip jeder Hersteller bei seinen Produktangaben eigene Testmethoden zugrunde legen. Die Produkte unterschiedlicher Hersteller waren deswegen nur bedingt vergleichbar. Die neue Norm schließt diese Lücke und sorgt für einheitliche Angaben. Sie definiert Prüfmethoden für Schaumausbeute, Ausdehnung, Ausbringung, mechanische Belastbarkeit und Dämmeigenschaften. Grundlage der Norm sind die Testmethoden der Arbeitsgruppe für 1-K-PU-Schäume bei der FEICA, Brüssel. In ihr hatten sich 2013 die Hersteller von 1-K-Schäumen zusammengeschlossen. Ihr Ziel war, Testmethoden zu entwickeln und festzulegen, mit der die Qualität von PU-Schäumen einheitlich beurteilt werden kann.

Eigenständige Überzeugung Standardtests anzuwenden

Die Mitglieder des Arbeitskreises repräsentieren zirka 90 Prozent des europäischen Marktvolumens. Sie haben sich verpflichtet, die Standardtests zu anzuwenden. Diese sind auf der FEICA-Website öffentlich zugänglich. Laut FEICA sind die Tests branchenweit anerkannt. Um auch die Anerkennung der Behörden zu erreichen, setzte sich der Verband dafür ein, die Testmethoden in eine europäische Norm zu überführen. Zurzeit ist die Anwendung der Norm freiwillig. Interessierte können sie über die Website der europäischen Normungsgesellschaft einsehen. In Kürze sollen die Standards auch über die nationalen Normungsgremien der EU erhältlich sein.

Quelle: PU-Schaum-Infocenter/wh