16. Juni 2020

Aktuelles Wissen sicher verankert


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Mit einem umfassenden Serviceangebot unterstützt die Unternehmensgruppe Fischer Planer und Statiker beim Bemessen von Befestigungen in Beton nach der neuen Norm DIN EN 1992-4. Dazu zählen ein neues Whitepaper, Webinare und die aktualisierte Bemessungssoftware Fixperience.

Weiterbildung ist ein zentraler Bestandteil der Arbeit von Bauingenieuren, Konstrukteuren und allen anderen, die mit der Planung von Bauwerken betraut sind. Sie müssen sich über die neuen technischen und rechtlichen Entwicklungen auf dem Laufenden halten, um die Sicherheit von Befestigungen gewährleisten zu können. Jüngstes Beispiel ist die neue Europäische Norm DIN EN 1992-4, die aktuell bauaufsichtlich eingeführt wird. Sie regelt als Teil 4 des Eurocodes 2 europaweit einheitlich sowohl die Bemessung von nachträglichen Befestigungen (mechanische Befestigungen und Verbunddübel) als auch Einlegeteilen (Ankerschienen und Kopfbolzen) in Beton nach dem aktuellen Stand der Technik. Zuvor war dies in den Richtlinien der Europäischen Organisation für Technische Bewertungen (EOTA) und in den technischen Berichten (TR) beschrieben. Die DIN EN 1992-4 hat auch die technische Spezifikation CEN/TS 1992-4 der Europäischen Normungsorganisation (CEN) abgelöst. Nun wird die Bemessung unterschiedlicher Befestigungssysteme und Einwirkungskategorien (statisch und quasi-statisch, dynamisch, seismisch und Brandeinwirkung) erstmals in einem zentralen Dokument zusammengefasst. Zugleich erhöht die Aufnahme dieser Befestigungstechnik-Themen in eine europäische Norm ihren Stellenwert für anwendende Ingenieure. Nationale Anhänge bieten die Möglichkeit, die Norm an länderspezifische Gegebenheiten anzupassen. „Die DIN EN 1992-4 erhöht die Sicherheit und Transparenz bei der Bemessung von Befestigungen in Beton“, sagt Dr. Thilo Pregartner, Bereichsleiter Gremienarbeit und Technologietransfer bei fischer. Wichtig ist jedoch die richtige Umsetzung mit geeigneten Tools. „Unsere fischer Akademie bietet Tragwerksplanern und Konstrukteuren ein spezielles Webinar, das die Veränderungen durch die DIN EN 1992-4 verständlich und nachvollziehbar erklärt“, sagt Dr. Oliver Geibig, Prokurist und Bereichsleiter Forschung, Entwicklung & Trendscouting bei fischer. „Teilnehmer erfahren hier, wie die neue Norm ein deutlich effizienteres, zeitsparendes Vorgehen bei der Bemessung ermöglicht.“

Die Webinar-Teilnehmer erhalten zudem alle wichtigen Informationen, wie sie mit Hilfe der fischer Bemessungssoft-ware Fixperience Bemessungen nach EN 1992-4 vornehmen können. Vor allem das Modul C-FIX ist hier wichtig. „Wir haben die DIN EN 1992-4 vollständig in Fixperience integriert“, sagt Johannes Braun, Leiter Internationale Anwendungstechnik bei fischer. „So können Anwender jetzt noch komfortabler die Nachweise für statisch und quasi-statisch beanspruchte Verankerungen mit Stahl- und Verbundankern nach dem neuesten Stand der Technik durchführen ohne sich große Gedanken über die Auswahl der geeigneten Bemessungsnorm zu machen.“ Auch alle hierfür notwendigen Parameter und Informationen aus den ETAs sind bereits hinterlegt. Bei Verbunddübeln unter kriecherzeugenden Dauerlasten (Zug) kommt es im Laufe der Zeit zu einer Abminderung der Verbundspannung, die für die Übertragung der Kräfte sorgt. Mit der DIN EN 1992-4 wurde deshalb der produktabhängige Abminderungsfaktor ψ0 sus eingeführt. Dadurch kann es zu erheblichen Unterschieden bei der Bemessung kommen. Darüber hinaus gibt es weitere Neuerungen, die für Planer und Statiker wichtig sind. Die Norm deckt prinzipiell die Betonfestigkeitsklassen C12/15 bis C90/105 ab, auch wenn dies für die Bemessung von Dübeln in den EADs und somit auch in den ETAs noch nicht umgesetzt ist. Und im Gegensatz zu den alten Richtlinien basiert die DIN EN 1992-4 nicht auf der Würfeldruckfestigkeit, sondern auf der Zylinderdruckfestigkeit des Betons. Das hat Auswirkungen auf alle Gleichungen des CC-Verfahrens, die dimensionsbehaftete Vorfaktoren haben. Bei Befestigungen von Ankern auf Ankerplatten ohne Lochspiel ist nach DIN EN 1992-4 die Bemessung von Einzeldübeln und Gruppen mit maximal 9 Ankern geregelt. Das gilt für alle Randabstände und alle Lastrichtungen. Die neue Norm berücksichtigt außerdem die Interaktion von Zug- und Querbelastung getrennt nach Versagensarten und -orten. Dadurch ist eine bessere Auslastung möglich.

All diese wichtigen Details hat Fischer in sein Weiterbildungsprogramm und in die Bemessungssoftware Fixperience integriert. Außerdem hält der Befestigungsspezialist ein Whitepaper zum Download bereit, das einen grundlegenden Überblick zum aktuellen Stand der Technik gibt und wichtige Details verständlich zusammenfasst. Themen wie Innovationen für Handwerker und Planer sind regelmäßig Thema bei ausbau+fassade.

Quelle: Fischer/wh