10. September 2020

Tag des offenen Denkmals im Lehmmuseum Gnevsdorf

Foto: Hendrik Silbermann

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Lehmbau ist als Baustoff interessant. Ihm widmet sich auch das Museum. Im Mittelpunkt steht eine örtliche Bauweise. Zeitgleich wird der Tag des Denkmals stattfinden.

Am Sonntag, 13.September, ist wieder Tag des offenen Denkmals im Lehmmuseum Gnevsdorf. Um 13 und 15 Uhr lädt Burkard Rüger zu einer öffentlichen Führung ein. Thema ist die Entwicklung des Lehmbaus anhand der Exponate des Museums. Im Zentrum seiner Führung steht die Hundt'sche Lehmbau-Methode, die in Mecklenburg entwickelt wurde.

Ausgelöst von einem Wettbewerb um das „vorteilhafteste“ Haus für den einfachen Menschen ging um die Zeit der französischen Revolution eine Welle durch Europa, eine Welle des Interesses und der Begeisterung für den Massivlehmbau. Davon angesteckt hat Herr Hundt aus Zarchlin bei Plau am See seine eigene Bauweise, die Hundt´sche Lehmbau-Methode, entwickelt.

Tag des offenen Denkmals

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat den Tag des Offenen Denkmals unter das Motto Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken gestellt.

Damit möchte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz den bewussteren Umgang mit unseren Ressourcen thematisieren. Welche Rolle nimmt die Denkmalpflege in der nachhaltigen Entwicklung ein? Das Lehmmuseum Gnevsdorf ist der Ressource Lehm gewidmet. Lehm ist wie kaum ein anderer Bodenschatz "nachhaltig". Er ist lokal verfügbar, hat als Baustoff einen niedrigen ökologischen Fußabdruck und kann nach Ende seiner Nutzungszeitwieder verwertet oder der Natur zurückgegeben werden. Heute verstehen viele Architekten und Handwerkerinnen wieder, dass sie von den alten Erfahrungen, Traditionen und Prinzipien lernen können.

Die Sammlung des Lehmmuseums

Das Lehmmuseum Gnevsdorf sammelt Exponate traditioneller Lehmbautechniken, von denen wir heute nachhaltiges Bauen neu lernen können.

Quelle: Lehmmuseum / wh