05. Oktober 2020

Vielfalt des Kulturerbes in Ausstellung und Fachprogramm


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Die Denkmal findet wie geplant Anfang November 2020 auf der Leipziger Messe statt. Trotz der anhaltenden Corona-Pandemie ist der Zuspruch aus der Branche groß. Zahlreiche Aussteller haben sich angemeldet und im Fachprogramm warten hochkarätige Veranstaltungen zu vielfältigen Themen aus der Denkmalpflege und Restaurierung auf die Fachbesucher. Ein Hygienekonzept, das speziell auf die Denkmal zugeschnitten wurde, sorgt für die Sicherheit aller Beteiligten.

Obwohl die denkmal in diesem Jahr pandemiebedingt etwas kleiner ausfallen wird als gewohnt, haben dennoch zahlreiche Unternehmen ihre Teilnahme fest zugesagt. Besucher werden somit auch in diesem schwierigen Jahr die gesamte Bandbreite der Denkmalpflege und Restaurierung erleben.

Als Aussteller vertreten sind unter anderem all-color F. Windisch, Arbortech, Attenberger Bodenziegel, Beeck´sche Farbwerke, Glashütte Lamberts, Golem-Kunst und Baukeramik, HAGA, Hiss Reet, Hollerung Restaurierung, die Holzmanufaktur Rottweil, Kreidezeit Naturfarben, Kremer Pigmente, PERI, Remmers, STEICO und Xella. Auf internationaler Seite haben sich bereits Unternehmen aus Polen, Tschechien, Österreich und der Schweiz angemeldet.

Zu den Ausstellern aus dem Handwerk zählen Bennert als eines der größten Unternehmen für Denkmalpflege und Bauwerkssanierung in Europa, die Altbauspezialisten von Kramp & Kramp sowie Nüthen Restaurierungen, die sich der Konservierung und Restaurierung von Putz, Stuck und Malerei widmen. Spezialwerkzeuge gibt es am Stand von F.W. Rosenbach. Die Firmen Paul Lorenz und GLR Rothkegel zeigen ihre Expertise im Bereich Leuchten.

Wichtige Partner der denkmal sind seit jeher die verschiedenen Verbände und Institutionen. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD), die Vereinigung der Landesdenkmalpfleger (VdL) und der Verband der Restauratoren – sie alle sind auf der denkmal 2020 vertreten. Auch der Bundesverband Deutscher Steinmetze ist mit einem Stand dabei und wird erneut den Peter Parler-Preis auf der denkmal verleihen.

Historischen Baustoff in seiner Vielfalt erleben

Seit 2004 ist die Fachmesse Lehmbau ein fester Bestandteil der denkmal. Besucher können dort den traditionsreichen Baustoff und moderne Lehmbautechniken hautnah kennenlernen und sich über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten informieren. Auch in diesem Jahr findet die Kooperation mit dem Dachverband Lehm wieder in bewährter Form statt. Viele Herstellerfirmen von Lehmbaustoffen haben sich angemeldet, aber auch Aus- und Weiterbildungseinrichtungen werden sich im Rahmen der Handwerkerstraße präsentieren. Der Dachverband Lehm selbst wird wieder seinen Informationsstand aufbauen und neben einer Präsentation des Baustoffes Lehm auch Informationen zum Stand der Normen, der Umweltproduktdeklarationen und der Bildungsmöglichkeiten im Lehmbau geben. Im Bereich der innovativen, neuen Produkte gibt es vor allem eine breite Palette an Lehmbauplatten mit und ohne Heizungselementen in unterschiedlichen Formaten und Ausführungen zu sehen. Auch der Bereich der kreativen Oberflächengestaltung wird mit einem großen Angebot an Lehmputzen, Lehmfarben, Lehmanstrichen und Lehmdünnlagenbeschichtungen vorgestellt.

Veranstaltungen rund um die Denkmalpflege und Restaurierung

Mit ihrem vielfältigen Fachprogramm bildet die denkmal die umfangreichste Weiterbildungsplattform der gesamten Branche. Obwohl in diesem Jahr pandemiebedingt etwas weniger Veranstaltungen stattfinden werden, erwartet Besucher dennoch ein reichhaltiges Programm aus Vorträgen, Workshops, Konferenzen, Tagungen, Diskussionsrunden und Preisverleihungen.

Zu den Highlights zählen drei große Veranstaltungen mit internationaler Beteiligung. ICOMOS Deutschland, das Deutsche Archäologische Institut und der Verband der Landesarchäologen veranstalten das Symposium „Archäologische Welterbestätten – grenzüberschreitend konservieren, kommunizieren, kooperieren“, bei dem unter anderem die Herausforderungen und Chancen der Bewahrung und Rekonstruktion archäologischer Welterbestätten im Mittelpunkt stehen. Außerdem findet die zweitägige Veranstaltung „Welterbe vermitteln“ statt, die vom Sächsischen Ministerium für Regionalentwicklung (SMR), der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) und ICOMOS Deutschland organisiert wird, und die Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege (WTA) führt ihre Generalversammlung im Rahmen der denkmal 2020 durch.

Auch zahlreiche Verbände sind mit Veranstaltungen vertreten. Der Bund Heimat und Umwelt (BHU) veranstaltet das Deutsche Forum Baukultur und Denkmalpflege, der vor zwei Jahren neu gegründete Dachverband der Restauratoren im Handwerk (VRH) hält seine Mitgliederversammlung und der Verband der Restauratoren (VDR) führt eine Fachtagung zur Serie „Mit Kalkül“ durch. Außerdem findet eine gemeinsame Veranstaltung mit Podiumsdiskussion der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger (VdL), des Fraunhofer-Informationszentrums Raum und Bau (IRB) und der Wissenschaftlich-Technischen Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege (WTA) statt und der Bundesverband Deutscher Steinmetze (BIV) führt ein Steinmetzseminar durch.

Einige Aussteller lassen die Besucher nicht nur an ihrem Stand, sondern auch im Fachprogramm an ihrem Fachwissen teilhaben: CLAYTEC veranstalten erneut ihr „Symposium Fachwerk“ und Xella widmet sich in einem Fachseminar der energetischen Aufwertung von Denkmal- und Bestandsimmobilien und deren Fördermöglichkeiten. Die HTWK Leipzig organisiert das Forum Bauwerksinformation.

Ehre, wem Ehre gebührt

Ein wichtiger Baustein des denkmal-Fachprogramms sind die verschiedenen Preisverleihungen, in denen Engagement rund um die Denkmalpflege und Restaurierung gewürdigt wird – allen voran die Verleihung der denkmal-Goldmedaillen für herausragende Leistungen in der Denkmalpflege in Europa. Auch in diesem Jahr dürfen sich zehn Aussteller auf die begehrte Auszeichnung freuen. Zudem findet im Rahmen des Messeakademie-Kolloquiums die Prämierung der drei besten Entwürfe des studentischen Architekturwettbewerbs statt. Außerdem wird zum zweiten Mal nach 2018 der renommierte Peter Parler-Preis vergeben, der hochwertige Steinmetzkunst selbständiger Steinmetzmeister und Steinbildhauer ehrt.

Auf der Abschlussveranstaltung von „Ab in die Mitte“ werden die Preisträger des sächsischen City-Wettbewerbs bekanntgegeben. Der Wettbewerb des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) und des Sächsischen Staatsministeriums für Regionalentwicklung (SMR) sucht kreative Ideen für Sachsens Innenstädte und Ortszentren – ausgelobt sind 100.000 Euro Preisgeld.

Analog und digital unterwegs

Kooperationen mit Geschäftspartnern erweisen sich gerade für kleine und mittlere Unternehmen häufig als Schlüssel zum Erfolg im Auslandsgeschäft. Nicht selten ist das zielgerichtete Knüpfen von Kontakten der erste Schritt für neue Geschäftsideen und Aufträge. Die Handwerkskammer zu Leipzig organisiert daher gemeinsam mit der Leipziger Messe und der Handwerkskammer Dresden am 6. November 2020 im Rahmen der denkmal 2020 die diesjährige Auflage der internationalen Kooperationsbörse CONTACT "denkmal". Diesmal präsentiert sich die Börse in erweiterter Form, denn sie wird zusätzlich zur Veranstaltung vor Ort auch im virtuellen Format stattfinden. Sollten beispielsweise ausländische Interessenten nicht nach Leipzig kommen können, besteht dennoch die Gelegenheit, sich mit ihnen per Video-Schaltung zu treffen. Aussteller und Fachbesucher haben außerdem die Möglichkeit, sich bereits im Vorfeld der denkmal auf einer Online-Plattform zu präsentieren. Für ausländische Delegationen werden am 6. November 2020 kurze thematische Rundgänge zu den denkmal-Ausstellern organisiert. Der Anmeldeschluss für die CONTACT „denkmal“ ist am 30. September 2020.

Hygienekonzept zum Schutz von Besuchern und Ausstellern

Für die Sicherheit aller Beteiligten in Zeiten der Corona-Pandemie sorgt das Hygienekonzept der Leipziger Messe, das auf die denkmal zugeschnitten wurde und verschiedene Schutzmaßnahmen umfasst. Das Konzept beruht auf den aktuellen Empfehlungen des Robert Koch-Instituts und wurde vom zuständigen Gesundheitsamt der Stadt Leipzig bereits geprüft und genehmigt.

Quelle: Denkmal / wh